Zuflucht für Geflüchtete: Eutin mietet Teil des Uklei-Fährhauses

Der Mangel an Unterkünften für Geflüchtete hat den Blick der Stadt Eutin auf leerstehende Hotel-Immobilien gelenkt. Die Kommune wird künftig vorübergehend das Bettenhaus des Uklei-Fährhauses in Sielbeck für diesen Zweck nutzen. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet.

Mietvertrag läuft zunächst über zwei Jahre

„Ab dem 1. Februar ist die Stadt Mieterin, und nach einigen Ausbesserungsarbeiten werden dann spätestens im Frühjahr bis zu 35 geflüchtete Menschen hier einziehen können“, so Bürgermeister Sven Radestock. Der Mietvertrag läuft zunächst über zwei Jahre. Die Betreuung wird über das Integrationsteam gewährleistet. Zusätzlich gibt es eine große Zahl von Ehrenamtlern, die das Team unterstützen werden. Das Konzept sieht Hausaufgabenhilfe, Alltagsbegleitung, Einkaufshilfe, Sprachpatenschaften und Bastel- und Spieleangebote vor. Radestock freut sich sehr darüber, dass viele Einwohner bereitstehen, um den künftigen Bewohnern den Neustart zu erleichtern.

Aufnahmequote der Stadt liegt aktuell bei 266 Personen

Derzeit sind 246 Geflüchtete in städtischen oder angemieteten Unterkünften in Eutin untergebracht. Wie viele geflüchtete Menschen in Eutin tatsächlich mittlerweile wohnen, ist nicht bekannt. Es kommen immer wieder Geflüchtete über private Wege nach Eutin und finden auch von privat eine Unterkunft. Der Kreis Ostholstein hat die neue Aufnahmequote für Eutin auf 266 Personen festgelegt. Die Zahl könnte sich noch erhöhen.

Volker Graap

Das Bettenhaus des Uklei-Fährhauses bietet Platz für bis zu 35 Geflüchtete.  (Foto: Graap)

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