Dokumentarfilm & Diskussion zu „Stuttgart 21“ im Eutiner Binchen

Das Binchen-Kino in Eutin, Albert-Mahlstedt-Straße 2, zeigt am nächsten Sonnabend, 21. Januar, um 19 Uhr den neuen Film über das Bahnprojekt „Stuttgart 21“. Als „abendfüllende Chronik eines Politikversagens“, so die Veranstalter.

Professor Monheim gibt verkehrspolitische Einführung

Unter dem Titel „Das Trojanische Pferd“ hat der Regisseur und Autor Klaus Gietinger einen Dokumentarfilm über das milliardenschwere Vorhaben gedreht. Es geht um die Entstehung und Entwicklung dieses milliardenteuren Vorhabens. Von Präsentation der Idee 1994 bis zum gigantischen Ausmaß der jetzt neu geplanten Ergänzungsprojekte. Vor dem Film gibt Professor Dr. Heiner Monheim aus Malente eine kurze verkehrspolitische Einführung. Er kritisierte von Anfang an als ausgewiesener Verkehrs- und Bahnexperte das Großprojekt und betonte dabei die fatalen Auswirkungen auf die deutsche Bahnpolitik. Nach der Filmvorführung gibt es Gelegenheit zur Diskussion über Form und Inhalte und vor allem über die Lehren für die Bahnpolitik im Norden.

Ein Projekt mit explodierenden Kosten

Heiner Monheim betont: „Hier oben im Norden glaubt die Bevölkerung überwiegend, das Thema sei durch und der Betriebsstart stehe kurz bevor – weil ,Stuttgart 21’ nicht mehr in den Schlagzeilen ist. Aber das Projekt hat explodierende Kosten, der Zeitplan ist völlig aus dem Gleis.  Und es müssen weitere 40 Kilometer Tunnel gebohrt werden, damit das regionale Gleisnetz wieder halbwegs funktioniert.“

Text/Foto: Pressemitteilung Monheim

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Eine Antwort auf „Dokumentarfilm & Diskussion zu „Stuttgart 21“ im Eutiner Binchen“

  1. Peter Müller sagt:

    Und gleich zu Beginn des Jahres berichtete das SWR-Fernsehen von Betrug im Zusammenhang mit dem Bau der Filstalbrücke, einem wichtigen Teil der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Hier sollen Baufirmen mehr Material und Arbeitskräfte abgerechnet haben als eingesetzt wurden. Hauptauftragnehmer war die Firma Max Bögl, die vor einiger Zeit durch den Ikea-Skandal in die Schlagzeilen geriet. Damals sollen über 20 Jahre lang Schmiergelder von Max Bögl an einen Ikea-Manager geflossen sein. Im Gegenzug bekam Bögl den Zuschlag für den Bau mehrerer Ikea-Märkte.
    Ob Max Bögl im Fall des neuerdings „Filztalbrücke“ genannten Bauwerks aktiv betrogen oder nur seine Aufsichtspflicht gegenüber Subunternehmen vernachlässigt hat, ermittelt derzeit die Stuttgarter Staatsanwaltschaft.

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