Bad Schwartaus Tafel hofft auf Verbesserung der Situation

Die Ehrenamtlichen der Tafel in Bad Schwartau arbeiten unter schwierigen Bedingungen. SPD-Politikerin Bettina Hagedorn machte sich ein Bild.

SPD-Politikerin Bettina Hagedorn machte sich ein Bild von den Bedingungen in dem Haus an der Mühlenstraße

Die Ehrenamtlichen der Tafel in Bad Schwartau arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn besucht zurzeit mehrere Tafeln in ihrem Wahlkreis und hat sich auch von der Situation in der größten Stadt im Kreis Ostholstein ein Bild gemacht.
Die SPD-Politikerin, die selbst Mitglied bei zwei Tafeln ist, möchte auf den Einsatz der Ehrenamtlichen aufmerksam machen und kam deshalb nicht mit leeren Händen, sondern einem Kofferraum voll mit haltbaren Lebensmitteln: Mehl, Zucker, Gurken- und Rotkohlgläser im Wert von 200 Euro übergab sie als private Spende.

Danach gab es Redebedarf: Denn die Ehrenamtlichen hoffen seit langen auf eine Verbesserung der Situation – sprich größere Räumlichkeiten. Doch bisher wurde keine Alternative gefunden, und Bad Schwartaus Kommunalpolitiker konnten sich auf keine Lösung einigen. Die Räume an der Mühlenstraße sind viel zu eng, um die Lebensmittel angemessen zu lagern und an die Kunden zu verteilen. Die Hälfte von ihnen kommt aus Bad Schwartau, je ein Viertel aus den Nachbargemeinden Stockelsdorf und Ratekau.

Schlechte Bedingungen für die Tafel Bad Schwartau

Die Tafel denkt über mobile Ausgabestellen nach, um die Lage zu verbessern. „Die Bedingungen hier sind so schlecht wie an keinem anderen Ort“, stellte Bettina Hagedorn fest. Die Bad Schwartauer SPD-Landtagsabgeordnete Sandra Redmann, die Hagedorn begleitete, sprach von einem Zustand, der weder für die Kunden noch für die Tafel-Mitarbeiter tragbar sei.

Die 35 ehrenamtlich Tätigen unter Leitung von Betty Kloss und Hildegard Engelbrecht verfolgen schon seit langen die Diskussionen der Politik, wie die Situation verbessert werden könnte. Zuletzt wurde ein Standort in Bad Schwartaus Zentrum in Erwägung gezogen. Doch davon nahm die Politik aufgrund der hohen Miete Abstand.

„Gerade angesichts der Inflation und galoppierender Preise im Discounter sind die Tafeln für immer mehr Menschen in schwierigen Lebenssituationen und für zahllose Familien mit Kindern eine unschätzbare Hilfe und ein Lichtblick in der aktuellen Zeit“, so Hagedorn. Deshalb sei die Unterstützung durch die Kommunen unverzichtbar. Elke Spieck

Bettina Hagedorn( 2. v.l.) besuchte zusammen mit Sandra Redmann (r.) die Ehrenamtlichen der Tafel in Bad Schwartau. Foto: Elke Spieck

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert