Lübecker landet nach Widerstand und Hausfriedensbruch im Knast

In der Nacht zum heutigen Mittwoch, 4. Januar, waren Beamte des 1. Polizeireviers in einer Gaststätte in der Lübecker Innenstadt eingesetzt, nachdem zwei alkoholisierte Männer die übrigen Gäste belästigt hatten. Während des Einsatzes beleidigte der ältere der beiden die Polizisten und wollte sich nicht ausweisen. Schnell stellte sich heraus, dass gegen den Lübecker ein Haftbefehl vorlag …

Männer suchten in einer Gaststätte wiederholt Streit

Gegen 1.30 Uhr kam es zu Unstimmigkeiten in dem Lokal in der Beckergrube. Zwei Lübecker im Alter von 35 und 38 Jahren suchten wiederholt Streit mit anderen Anwesenden, weshalb sie durch die Gastwirtin zum Gehen aufgefordert wurden. Da die Männer deren Aufforderung ignorierten, musste die Polizei das Hausrecht durchsetzen. Während der 35-Jährige die Gaststätte nach vorheriger Angabe seiner Personalien verließ, verhielt sich sein 38 Jahre alter Begleiter unkooperativ. Er beleidigte die Einsatzkräfte und verweigerte jegliche Auskunft zu seiner Identität.

Den Aggressor in Gewahrsamszelle untergebracht

Im Zuge der Durchsuchung seiner Person nach einem Ausweisdokument löste er sich gewaltsam aus der Fixierung der Polizisten und wurde schließlich der Dienststelle zugeführt. Hier steigerte sich sein aufbrausendes Verhalten sogar noch. Ein Treten und Schlagen gegen das Inventar der Wache, das unbeschädigt blieb, konnte erst unterbunden werden, nachdem der Aggressor in der Gewahrsamszelle untergebracht wurde.

Überführung in die Justizvollzugsanstalt

Seine Identität konnte schließlich mithilfe der Krankenversichertenkarte festgestellt werden. Es stellte sich heraus, dass gegen den 38-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl der Lübecker Staatsanwaltschaft vorlag. Da der Lübecker den zur möglichen Abwendung des Haftantritts angeordneten Geldbetrag über 1.000 Euro nicht entrichten konnte, wurde er der JVA Lübeck zugeführt. Gegen ihn wird nun zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, der Beleidigung sowie des Hausfriedensbruches eingeleitet.

Pressemitteilung Polizeidirektion Lübeck

(Symbolfoto: Archiv)

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