Streit beigelegt: Scharbeutzer Feuerwehr zurück im Einsatz

Die brisanten Tage in Scharbeutz sind vorbei. Fast vier Tage befand sich der Brandschutz in Scharbeutz in einem Ausnahmezustand. Weil sich die Mehrheit der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Scharbeutz kurzfristig hatten beurlauben lassen. Grund war, dass der Brandschutzausschuss die Entscheidung über das Grundstück für den dringend benötigten Neubau des Gerätehauses vertagt hatte. Erst am Sonnabend kam es zu einem Gespräch zwischen Feuerwehr und Politik.

Protest gegen Vertagung der Grundstücksentscheidung

Eigentlich sollte in der Sitzung des Brandschutzausschusses am 13. Dezember nach 20 Jahre währender Diskussion ein Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus festgelegt werden. Die Verwaltung hatte den Vorschlag vorgelegt, aufgrund der Empfehlung des Planungsbüros „agn leusmann GmbH“ und der Feuerwehr für einen Bau am Standort Speckenweg zu votieren. Die Planer hatten zuvor eine Standortanalyse zu verschiedenen Grundstücken erarbeitet. Die Ausschussmitglieder lehnten jedoch ab. Sie sprachen sich für eine Vertagung bis Ende Februar aus, um den Standort Bövelstredder genauer untersuchen zu lassen. Daraufhin haben sich die meisten der 60 Einsatzkräfte noch am Abend beurlauben lassen. Der Ortswehrführer meldete die Feuerwehr „nicht einsatzbereit“.  Ein Protest gegen die weitere Vertagung der Entscheidung über den Bau des dringend benötigten neuen Gerätehauses.

Auf der Suche nach Lösungswegen

Nun gingen beide Seiten nach Tagen der Funkstille aufeinander zu. Am Sonnabend kam es zu einem klärenden Gespräch. Über das Ergebnis berichtet Bürgermeisterin Bettina Schäfer. „Sobald die notwendigen Gutachten, die noch durch die Verwaltung geliefert werden müssen, vorhanden sind, wird die Grundstücksfrage im Frühjahr 2023 geklärt und entschieden. Um den aktuellen Zustand zu verbessern, werden wir mit Feuerwehr und Politik nach Lösungswegen suchen, damit die Übergangsphase bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses überbrückt werden kann. Denn nach dem derzeitigen Zeitplan kann man realistisch mit einem Umzug im Jahr 2027 rechnen.“ Nach diesem erzielten Ergebnis konnte die Wehr wieder einsatzbereit gemeldet werden.

vg

Ausschussmitglied Fred-Michael Pätau (v.l.), Bürgervorsteherin Renate Sonntag, Ortswehrführer Sebastian Levgrün, Bürgermeisterin Bettina Schäfer und Gemeindewehrführer Malte Levgrün freuen sich, dass eine Einigung gefunden wurde. (Foto: hfr)

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