Aufforstungsprojekt: Eutiner Stadtwerke pflanzen Klimawald

Das Thema „Klimaschutz“ ist in aller Munde – und in der Gemeinde Bosau werden zurzeit sprichwörtlich Nägel mit Köpfen gemacht. Gemeinsam mit Landeigentümern lassen die Stadtwerke Eutin und die zuständige Bezirksförsterei mehr als 30 000 neue Bäume wachsen. Bereits seit vergangener Woche werden erste Setzlinge in die Erde gebracht.

Neues Betätigungsfeld für Energieversorger

Umwelt- und Klimaschutz standen bei der Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) schon immer im Mittelpunkt aller Geschäftsbereiche. Nun kommt für den Energieversorger ein völlig neues Betätigungsfeld hinzu: „Wir freuen uns sehr, unser großes Aufforstungsprojekt zwischen der Ortschaft Liensfeld und der Gemeinde Glasau offiziell starten zu können,“ sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Mißling am Donnerstag beim symbolischen ersten Spatenstich.

Wirkungsvoller Beitrag zur CO2-Reduzierung

Mit zwei Landwirten aus der Region wurden Verträge geschlossen, um die entsprechenden Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen und sie stattdessen aufzuforsten. Die Rede ist von insgesamt sechs Hektar. Mißling: „Wir als Stadtwerke können somit ein Zeichen setzen, wie man auf ganz natürliche Weise wirkungsvoll zur CO2-Reduzierung beitragen kann. Bekanntlich haben wir schon seit vielen Jahrzehnten im Sinne des Klimaschutzes gearbeitet, als dieses Thema bei weitem noch nicht so präsent war wie heute. Durch die Aufforstungsaktion wird für unsere Ökotarife das klimaschädliche CO2 direkt vor Ort kompensiert.“

Gepflanzt werden robuste heimische Laubholz-Baumarten

Der Bepflanzung vorausgegangen ist die Erstellung eines Standortkatasters für die Pflanzflächen. Darin geht es auch um die Bodeneigenschaften und die Nährstoffversorgung – beides wichtige Kriterien für das Vorhaben. Die Daten bildeten die Grundlage für die Auswahl der Baumarten, die die Projektbeteiligten gemeinsam mit der zuständigen Bezirksförsterei getroffen haben. Landeigentümer Dr. Hans-Friedrich Finck: „Aufgrund der vielfältigen Erfahrungen in Schleswig-Holstein und einer Reihe anderer Bundesländer haben wir dabei besonderen Wert auf robuste heimische Laubholz-Baumarten wie Esskastanien, Eichen, Erlen und auch Kirschen gelegt. Buchen sollen aufgrund der geringen Widerstandsfähigkeit zu Zeiten des Klimawandels nicht gepflanzt werden.“ Der detaillierte Bepflanzungsplan sieht 4500 bis 6000 Setzlinge pro Hektar vor.

Wollen der Natur mehr Raum geben

Und Landwirt Jan-Henning Wülfken betont: „Die ausgewählten Flächen für die Aufforstung bilden eine Brücke zu bestehenden Wäldern und Biotopen. Somit ist eine nachhaltige Biodiversität über Generationen hinaus sichergestellt. Unser Anliegen ist es, der Natur Raum zu geben.“

Pressemitteilung SWE

Beim offiziellen Spatenstich waren mit Marc Mißling, Sascha Clasen, Jan-Henning Wülfken, Lars Schütte-Felsche, Mathias Voß und Dr. Hans-Friedrich Finck (v.l.) Vertreter alle am Projekt beteiligten Parteien dabei. (Foto: hfr)

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