Warntag am 8. Dezember: Lübeck und Ostholstein haben keine Sirenen

Einmal jährlich gibt es künftig in Städten und Kommunen einen Warntag mit Probealarm. Lübeck und Ostholstein haben keine Siren.

Die Bevölkerung soll bundesweit für mögliche Großschadensfälle sensibilisiert werden

Bundesweite Pläne zur Alarmierung der Bevölkerung vor Katastrophenfällen und schweren Unwetterlagen, großflächigen Energieausfällen bis hin zu Cyberangriffen wurden spätestens mit der verheerenden Überschwemmung im Ahrtal endlich umgesetzt. Einmal jährlich gibt es künftig in Städten und Kommunen Warntage mit Probealarm. Der Warntag ist auf den zweiten Donnerstag im September festgelegt und erfolgt nur in diesem Jahr erst am Donnerstag, 8. Dezember, weil der erste Test des neuen Warnkanals Cell Broadcasting vorher nicht möglich war. Auf der Website des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heißt es, dass „die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast in einem anonymen Verfahren aufs Handy erfolgen“. Etwa die Hälfte der Handynutzer erhalten am 8. Dezember eine Warnmeldung, die im realen Ernstfall sogar regional auf das Schadensgebiet abgegeben werden kann.

„Vor allem gibt es Informationen und Verhaltenstipps über das Radio und lokale Online-Medien sowie die Warn-App Nina“, erläutert Nicole Dorel, Pressesprecherin der Hansestadt Lübeck. Nina lautet die Bezeichnung für die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des BBK. Über diese kann der Probealarm für den Ernstfall empfangen werden. Ebenfalls können in Lübeck Lautsprecherwagen eingesetzt oder ein Bürgertelefon eingerichtet werden. „Ausführliche Informationen über die Warnsysteme und Verhaltenstipps dazu gibt es auch in einem Flyer, der ab sofort erhältlich ist oder online abgerufen werden kann unter www.luebeck.de/warnung“, erklärt Nicole Dorel weiter.

Sirenenanlagen sollen langfristig installiert werden

Auch Zivilschutzsirenen sollen im Rahmen eines bundesweiten Sirenenförderprogramms wieder in Städten und Kommunen installiert werden. Spätestens ab den 90er Jahren war der regelmäßige Probealarm nach Beendigung des Kalten Krieges allmählich eingestellt worden. Sirenen waren über die Jahre defekt und marode und irgendwann abgebaut worden. Auch wenn es bereits ein Förderprogramm gibt, wie in vielen Städten und Kommunen gibt es auch in Lübeck aktuell noch keine neuen Sirenen. Derzeit gibt es aber auch in Lübeck Überlegungen, „die Bevölkerung zukünftig auch über leistungsstarke mobile Sirenenanlagen zu warnen und zu informieren“, so die Pressesprecherin der Stadt. Für diesen Zweck strebe die Feuerwehr die Beschaffung von 30 mobilen Sirenen an.

So sind am 8. Dezember noch keine Sirenenheultöne in Lübeck zu hören. Wer kein Handy und damit keine „Sirene in der Tasche“ nutzt, empfängt alle wichtigen Informationen zum Probealarm vorerst über Radio, TV und Internet.

Keine Sirenenwarnung in Ostholstein

Die Probewarnung wird im Kreis Ostholstein über die kostenlose Warn-App des Bundes und der Länder, NINA sowie über Rundfunk und Fernsehen erfolgen. Eine Auslösung der im Kreisgebiet vorhandenen Sirenen wird aus technischen Gründen in Ostholstein nicht stattfinden.

Foto: Pixabay

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