Stadtwerke Lübeck sind auf Strom- und Gasknappheit vorbereitet

Strom, Wasser, Gas: Lübecker Versorgungsunternehmen und Hilfsorganisationen sind stets gut vorbereitet.

Strom, Wasser, Gas: Lübecker Versorgungsunternehmen und Hilfsorganisationen sind stets gut vorbereitet

Aus verschiedenen Medien ist seit Herbstbeginn der Hinweis auf einen möglichen flächendeckenden Blackout zu entnehmen. „Da ist viel Panikmache dabei“, sagt der Pressesprecher der Lübecker Stadtwerke Lars Hertrampf und erklärt, dass das elektrische Energieversorgungssystem mehrfach redundant ausgelegt ist. Es verfüge über zahlreiche Sicherungsmechanismen, die das Stromnetz bei Störungen stabilisieren. „Wir sind sehr gut auf eventuelle Szenarien vorbereitet. Bei einem längeren Stromausfall werden einzelne Stadtgebiete für circa eine Dreiviertelstunde gezielt vom Netz genommen, währenddessen andere Gebiete mit Strom versorgt werden. So sind die Lübecker Stadtteile nie komplett und für längere Zeit ohne Strom“, lautet seine beruhigende Aussage.

Auch bei der vom Strom abhängigen Trinkwasserversorgung in der Hansestadt gibt Hertrampf Entwarnung: „Wir können unsere Wasserwerke auch manuell betreiben.“ Dazu gibt es große Mengen Dieselkraftstoff, die regelmäßig überprüft und erneuert werden, so dass auch die Wasserversorgung immer stabil ist. Zudem stehen „die Stadtwerke als Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in ständiger Verbindung mit Land und Bund und stimmen mögliche Szenarien ab, um notwendige Vorbereitungen zu treffen“, bestätigt auch Stadtsprecherin Nicole Dorel.

Lübeck ist gut aufgestellt

Die Gasversorgung im kommenden Winter bereitet vielen Menschen ebenso Sorge. „Privathäuser und Wohnungen werden immer vorrangig mit Gas versorgt“, unterstreicht Lars Hertrampf deshalb ausdrücklich. Alle könnten jedoch mitwirken, einem etwaigen Gasengpass mit der Absenkung ihrer Heizung um ein Grad vorsichtshalber entgegenzuwirken. Komme der Bundes-Notfallplan Gas mit seiner dritten Stufe in den Wintermonaten doch zum Tragen, würden Fabriken und Großunternehmen von der Stadtwerke-Tochter Trave-Netz aufgefordert, sehr verstärkt Gas und Strom einzusparen.

Notfallpläne gibt es zu jeder Zeit in Städten und Kommunen, bei Versorgungsunternehmen und Hilfsorganisationen. Die Feuerwehr Lübeck übernimmt bei etwaigen Großschadenslagen oder Katastrophenfällen die Koordinierung der Not-Anlaufstellen in ihren Feuerwehrgerätehäusern, sobald die Telekommunikation länger ausfällt. Dort kann bei privaten Notfällen auf ein Funknetz zurückgegriffen werden. und Lautsprecherwagen informieren die Bürger in einem Ernstfall.

Auf die private Vorsorge kommt es ebenso an. Ältere Menschen erinnern sich noch an die Vorratshaltung der 50er bis 70er Jahre. Danach geriet die Bevorratung in Vergessenheit – obwohl es Stromausfälle immer geben kann. Deshalb ist es zu jeder Zeit sinnvoll, für sich und alle Familienmitglieder immer auf einen Vorrat zurückgreifen zu können. Genaue Infos hierzu gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter https://www.bbk.bund.de sowie die Lübecker Feuerwehr unter www.luebeck.de/feuerwehr. Monika Poppe-ALbrecht

Foto: hfr

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