Lichtskulpturen-Pfad soll zum Alleinstellungsmerkmal für Eutin werden

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Leuchtturm-Projekt. Die Neuinterpretation der „Lichterstadt Eutin“ mit den über 30 in der Innenstadt verteilten Lichtobjekten fand schon bei der Eröffnung am Montag eine größtenteils begeisterte Resonanz. Unsere Bilder geben einen kleinen Eindruck davon. Und das soll erst der Anfang sein: Die Vision der Eutin Tourismus GmbH ist, dieses Illuminationsevent deutschlandweit zu einem Alleinstellungsmerkmal für Eutin zu machen.

Weltmarktführer in Sachen dekorative Lichtinszenierung

Dafür wurde mit der Firma MK Illumination der Weltmarktführer in Sachen dekorative Lichtinszenierung ins Boot geholt. Das Unternehmen betreut jährlich 1000 Projekte auf allen Kontinenten. Bei den in Eutin installierten, historisch anmutenden Objekten handelt es sich allesamt um auf die Residenzstadt zugeschnittene Unikate. Und diese Skulpturen laden dazu ein, sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Ob es die leuchtenden Engelsflügel sind oder die Pferdekutsche, in die man sich hineinsetzen kann, oder der leuchtende Riesensessel, auf dem man fürs Selfie Platz nehmen darf. Sie leuchten von 16 bis 21 Uhr.

Software zur Attraktivierung der Innenstadt

Die Lichterstadt ist ein wichtiger Teil eines noch weiter auszuarbeitenden Konzeptes zur Belebung der Innenstadt. „Nachdem wir mit der Innenstadtsanierung die Hardware geschaffen haben, geht es jetzt um die Entwicklung der Software zur Attraktivierung der Innenstadt“, so Tourismuschef Michael Keller. Zur Ideenfindung wird dafür ab Januar eine digitale Plattform angeboten, auf der sich jeder Bürger einbringen kann, kündigt Keller an.

Der Stromverbrauch ist dank LED-Technik sehr gering

Sicherlich ist so ein Event in Zeiten, in denen nachdrücklich zum Stromsparen aufgerufen wird, nicht unumstritten. Doch die Aktion findet der Energiekrise zum Trotz statt – und die Veranstalter haben dafür gute Gründe. „Der Stromverbrauch ist durch die moderne LED-Technik und die Begrenzung der Beleuchtungszeit auf fünf Stunden am Tag so gering, dass wir eine Durchführung vertreten können“, betont Tourismuschef Michael Keller. Der Gesamtverbrauch liege sogar bei unter 2000 Kilowattstunden. Außerdem könne man anführen, dass alle, die die Lichterstadt besuchen, in dieser Zeit bei sich zu Hause keinen Strom fürs Fernsehen etc. verbrauchen. Keller ist es jedoch besonders wichtig, die Situation des Einzelhandels in Eutin zu betonen. „Nicht nur die Corona-Beschränkungen haben den Fachgeschäften in der Innenstadt zugesetzt, sie mussten auch wegen der jahrelangen Bauarbeiten im Zentrum zurückstecken.“ Deshalb sei es gerade im so wichtigen Weihnachtsgeschäft, das ohnehin schon unter der derzeitigen Krise leide, so bedeutsam, die Attraktivität der Innenstadt zu stärken.

Text/Fotos: Volker Graap

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