Gleichstellung in Ostholstein: Anna-Theresa Boos folgt Silke Meints

Am 1. November hat Anna-Theresa Boos ihre Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Ostholstein aufgenommen. Die formale Bestellung ist für die Kreistagssitzung am 6. Dezember vorgesehen.

Nach 30 Jahren in Altersteilzeit

Boos ist Nachfolgerin der langjährigen Gleichstellungsbeauftragten Silke Meints. Diese geht Ende des Monats nach 30 Jahren eines herausfordernden Berufslebens und mit dem Auftrag, die Gleichstellung von Frauen und Männern voranzubringen, in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Die Stelle wurde vom Kreis 1987 geschaffen und mit Christine Ewers besetzt. Zuerst war sie Einzelkämpferin, ab 1997 erhielt sie dann Unterstützung durch Silke Meints im Rahmen des Jobsharings. Seit 2017 übt Silke Meints – nach Ewers‘ Ausscheiden – die Stelle in Vollzeit alleine aus.

Meints hat viele Projekte vorangebracht

In die Amtszeit der Gleichstellungsbeauftragten fielen unter anderem der erste Frauenförderplan, die Gründung und Etablierung des Frauennotrufs und des Vereins Frauenhaus Ostholstein e.V., das Projekt „Kostenübernahme von Verhütungsmitteln“, der Frauenhaus-Neubau und die finanzielle Absicherung der Frauenprojekte Frauenhaus und Frauennotruf. „Auf Theresa Boos warten hier noch vielen Herausforderungen. Ich bin überzeugt, dass sie die bisherigen Erfolge der Gleichstellungsarbeit kontinuierlich und zeitgemäß weiter ausbauen wird, sowohl innerhalb der Kreisverwaltung als auch außerhalb, unterstützt durch ein großes gleichstellungspolitisches, regionales Netzwerk“, so Meints.

Die geburtshilfliche Situation soll im Kreis besser werden

Die neue Gleichstellungsbeauftragte freut sich auf ihre Arbeit: „Vorrangiger Aspekt meiner Arbeit ist bei allen Aufgaben die Umsetzung der Gleichstellung und der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern. Es ist mir wichtig, noch so viel wie möglich vom Erfahrungswissen von Silke Meints abzuschöpfen, damit wichtige Projekte fortgeführt werden können“, so die 32-jährige Soziologin. Wichtig ist ihr, dass die geburtshilfliche Situation verbessert, eine familienbewusste Personalpolitik der Kreisverwaltung betrieben, die paritätische Besetzung von Gremien vorangebracht und das Hilfesystems bei häuslicher und sexualisierter Gewalt weiter ausgebaut wird. Sie bringt bereits Erfahrung als kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Brunsbüttel und als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holstein mit.

Pressemitteilung Kreis Ostholstein

Gleichstellungsbeauftragte in Ostholstein: Anna-Theresa Boos (links) folgt auf Silke Meints. (Foto: hfr)

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