Spendenlauf für den neuen Verein „Horn des Norden“

Gegen Mobbing: Dustin Neumann ist quer durch Schleswig-Holstein gelaufen, um Spendengelder für eine Vereinsgründung zu generieren.

Gegen Mobbing und Ausgrenzung: Dustin Neumann ist quer durch Schleswig-Holstein gelaufen

Er ist selbst Opfer von Mobbing und Ausgrenzung geworden. Dustin Neumann weiß also genau, wie es ist, Hilfe zu benötigen und keinen Ansprechpartner zu finden. Nun möchte er einen Verein gründen, in dem Betroffene Kontakte bekommen können und über Sport Unterstützung erfahren können. „Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit“, erklärt der 35-Jährige.
Um die nötigen Gelder für die Vereinsgründung zu bekommen, hat er einen Spendenlauf ins Leben gerufen. Start war am 19. Oktober in Glücksburg, und dann ging es quer durch Schleswig-Holstein bis Lauenburg an der Elbe. Dort soll er am heutigen Sonnabend ankommen. Mit seinem Spendenlauf möchte er nicht nur Gelder akquirieren, sondern gleichzeitig auch auf die Situation Betroffener aufmerksam machen.

„Nachdem ich mir Hilfe gesucht und meine Diagnose erhalten hatte, habe ich niemanden gefunden, bei dem ich in kürzerer Zeit eine Therapie hätte beginnen können“, so der ausgebildete Physiotherapeut, der unter dem Namen SoS Dustin auftritt. Das sei ein großes Problem für viele Menschen mit psychischen Problemen. Er selbst hat dafür einen Begriff geprägt: novaborder. „Das steht für no visible border, also nicht sichtbare Handicaps wie beispielsweise Depressionen oder ähnliches“, sagt er.

Vereinsgründung für den guten Zweck

Seine Idee ist, mit dem neuen Verein „Horn des Norden“ für solche Menschen, aber auch für Beobachter, als Anlaufstelle zu dienen. Er möchte über Kontakte mit Schulen, Vereinen oder auf öffentlichen Plätzen wie beispielsweise der Sportpark Falkenwiese mit Betroffenen ins Gespräch kommen und vermitteln.

Um den Verein zu gründen, bedarf es zunächst sieben Personen. „Die habe ich zusammen“, erklärt SoS Dustin. „Aber um Anträge bei Ämtern zu stellen oder die Notarkosten für die Vereinsgründung tragen zu können, benötige ich Gelder. Dafür will ich den Spendenlauf durchführen.“ Er hat auch Kontakt zu prominenten Unterstützern gesucht. Jürgen Müller, bekannt als Ninja Opi, und David Wrobel, Olympiateilnehmer in Tokio, haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.

Der Vereinsname steht für ein umfunktioniertes Trinkhorn, mit dem SoS Dustin seinen Lauf in Glücksburg gestartet hat. Das Horn als Rufhorn steht symbolisch für den Ruf nach Hilfe. Im Vereinslogo ist es ebenso enthalten wie die Zahlenfolge 22-8-22. An diesem Tag hat Dustin sich die Domain für die Vereinshomepage gesichert. Anja Hötzsch

Dustin Neumann möchte auf die Problematik von Mobbing-Opfern aufmerksam machen. Foto: Hötzsch

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Eine Antwort auf „Spendenlauf für den neuen Verein „Horn des Norden““

  1. Andreas Neumann sagt:

    Tolle Sache. Super

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