Globaler Klimastreik von Fridays for Future: 100 Milliarden für Klima und Gerechtigkeit

Am 23. September ruft Fridays for Future wieder weltweit zu Protesten auf, in Lübeck beginnt die Demonstration um 15 Uhr am Klingenberg.

Weltweiter Klimastreik prangert die Ungerechtigkeit der Klimakrise an

Am 23. September ruft Fridays for Future wieder weltweit zu Protesten auf, in Lübeck beginnt die Demonstration um 15 Uhr am Klingenberg.

„Es war noch nie so deutlich, dass wir nicht so weitermachen können, wie bisher: Deutschland erlebt gerade die schlimmste Dürre seit mindestens 500 Jahren und in Pakistan zerstörten gerade Überflutungen Millionen Häuser und tausende Menschenleben.“, sagt Marek Jüchter von Fridays for Future Lübeck. „Die Klimakrise ist nicht nur so sichtbar und bedrohlich wie nie zuvor, auch ihre Ungerechtigkeit ist unübersehbar. Menschen im globalen Süden, die am wenigsten beigetragen haben, sind am stärksten betroffen. Und statt endlich Menschenrechte und Ökosysteme über Konzerninteressen zu stellen, führen die Regierungen des Globalen Nordens eine fossile Politik von gestern fort.“

Angesichts der sich überschlagenden und miteinander verbundenen Krisen fordert die Klimagerechtigkeitsbewegungen massive Investitionen in echte Krisenbewältigung und – prävention: 100 Milliarden für Klima und Gerechtigkeit – für den beispiellosen Ausbau erneuerbarer Energien, für kostengünstige und gerechte Mobilität und für Ausgleichszahlungen an Menschen im Globalen Süden.

Energieunabhängigkeit als Ziel

„Die letzten Monate haben noch einmal deutlich gemacht: wenn wir den Krisen weiter hinterherrennen, wird es deutlich teurer, als wenn jetzt Geld in die Hand genommen und in eine klimagerechte Zukunft investiert wird. Die berechtigte Angst vieler Menschen vor der Nebenkostenabrechnung, die verheerenden Folgen von Extremwetterereignissen, die Abhängigkeit von Autokratien – das sind Konsequenzen einer Politik, die sich weigert, die Energieunabhängigkeit auf Basis von Erneuerbaren einzuleiten und eine gerechte Mobilitätswende umzusetzen.“, so Katharina Kewitz von Fridays for Future Lübeck.

„Wir können diese Krisen überwinden, wenn die Regierung Verantwortung übernimmt und Finanzierung nicht länger als Ausrede benutzt, um eine klima- und sozialgerechte Transformation zu blockieren. Es ist eine Frage des politischen Willens, auf die Wissenschaft zu hören, die Perspektiven junger Menschen zu beachten und globale und soziale Gerechtigkeit wirklich ernst zu nehmen. Diese Forderung tragen wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen überall in Deutschland am Freitag auf die Straße!“, so Kewitz weiter.

Pressemitteilung Fridays for Future Lübeck

Foto: Lutz Roeßler

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