Schlossterrassen Eutin: Planungen beginnen von vorn

Die Stadt Eutin wird sich ein neues Planungsbüro für die Realisierung des Umbaus, der Sanierung und der Instandsetzung der denkmalgeschützten Schlossterrassen suchen. Dabei beabsichtigt die Stadt ein Sonderkündigungsrecht zu nutzen, um sich von den bisherigen Planerinnen und Planern zu trennen. Die bisherige Planungsgesellschaft hat Insolvenz angemeldet.

Planungsverfahren wird erneut europaweit ausgeschrieben

Das Planungsverfahren muss erneut europaweit ausgeschrieben werden. Für die Ausschreibung ist eine Zeitspanne von etwa einem halben Jahr anzunehmen. Die Auswirkungen auf die Planungskosten werden aktuell noch geprüft. Dazu Oliver Bauch, Fachbereichsleiter Bauen, Stadtentwicklung und Klimaschutz: „Das Projekt wird sich dadurch definitiv verzögern. Allerdings ergeben sich jetzt auch wieder neue Möglichkeiten, eine zielführende Planung auf den Weg zu bringen.“

Suche nach Einsparpotenzialen

Die Verwaltung geht davon aus, dass bei einer Neuplanung eine effizientere Nutzung des zur Verfügung stehenden Raums möglich ist. Das beschlossene Raumprogramm wird zudem auf Einsparpotentiale untersucht und gegebenenfalls angepasst. Dies im Besonderen vor dem Hintergrund, dass es sich beim Städtebauförderungsprogramm um ein Sanierungsprogramm handelt und der Neubauanteil nur förderfähig ist, soweit er unabdingbar für die Nutzung des Bestandsgebäudes ist. Dazu stehen noch weitere Gespräche mit dem Land aus. Zuletzt ging man von rund zwölf Millionen Euro Baukosten aus. Ursprünglich wollte die Stadt nur etwa 4,3 Millionen Euro für das Projekt ausgeben – davon war jedenfalls noch 2017 die Rede.

Schlossterrassen wurden als Veranstaltungssaal genutzt

Die Schlossterrassen als Teil des ehemaligen Marstalls gehören zum Gebäudeensemble der einstigen Residenz Schloss Eutin. Das Marstallgebäude wurde in den Jahren 1830 bis 1832 im klassizistischen Stil erbaut. Der Südflügel des Gebäudes beherbergte den herzoglichen Marstall. Der zum Schloss hin gerichtete Nord-Ost-Flügel wurde als Reithalle errichtet. Das Gebäudeensemble Schloss Eutin besitzt als schleswig-holsteinisches Kulturdenkmal überregionale kulturhistorische Bedeutung. Seit 1962 wurden die Schlossterrassen als Veranstaltungssaal genutzt. Sie befinden sich heute –sowohl im Hinblick auf den räumlichen Zustand als auch die technische Ausstattung – in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Pressemitteilung Stadt Eutin/Volker Graap

(Foto: Graap)

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