Lübeck: Drogentreff an der Marienbrücke kostet 1,85 Millionen Euro

Drogentreff Lübeck Marienbrücke

1,85 Millionen Euro soll Lübecks neuer Drogentreff an der Marienbrücke kosten. Die städtische Gesellschaft KWL baut den Treff, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) soll ihn betreiben. Und sich unterhalb der Marienbrücke um drogenabhängige Menschen kümmern.

Drogentreff am Krähenteich aufgelöst

Rückblick: Im Jahre 2020 haben die Hansestadt und die Polizei den Drogentreffpunkt am Krähenteich aufgelöst. Vorher hatte es Beschwerden von Anwohnern gegeben, denn Dealer und Drogenabhängige bedrohten die Anwohner. Die Hansestadt Lübeck, die Polizei und die AWO planten eine Sicherheitspartnerschaft, wollten eng in Kontakt bleiben, um die Drogenszene in Lübeck im Blick zu behalten – und sich um Drogenabhängige zu kümmern. Denn klar war: Mit der Auflösung des Drogentreffs verschwindet das Problem nicht.

Drogentreff in Lübeck unterhalb der Marienbrücke

Das zeigte sich bereits kurze Zeit später, als sich die Drogenszene an den Lübecker Hauptbahnhof verlagerte. 2021 dann beschloss die Bürgerschaft Lübeck einen Treffpunkt für Drogenabhängige. Er sollte unter der Marienbrücke entstehen. Das Gelände dort liegt schon lange brach. Die städtische Gesellschaft KWL ist mit dem Bau beauftragt, die AWO soll den Treff für mindestens zehn Jahre betreiben, Betreuer für die Betroffenen abstellen.

Containerbau kostet Lübeck 1,85 Millionen Euro

Der Containerbau soll die Stadt Lübeck insgesamt 1,85 Millionen Euro kosten. Diese Zahlen legte die Sozialsenatorin vor. Wegen der angespannten Lage im Bausektor verzögert sich nun die Fertigstellung. Sollte der Drogentreff eigentlich schon Mitte 2022 eröffnen, ist die Fertigstellung nun für Januar 2023 geplant. Oliver Pries

Foto: Holger Kröger

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