Guter Zuspruch: Jahrhundert-Sturmflut lockt ins Museum Pönitz

Seit dem 23. April und noch bis Mitte Dezember zeigt das Scharbeutzer Museum für Regionalgeschichte in Pönitz die Sonderausstellung „Die Sturmflut – Vor 150 Jahren: Das verheerende Hochwasser an der Ostseeküste am 12./13. November 1872“. In den kommenden Tagen wird nun der tausendste Besucher erwartet.

Jahrestage stehen im November bevor

„Das ist eine sehr schöne Bilanz“, freut sich Dr. Kersten Jungk, Vorsitzender des Vereins für Regionalgeschichte, der Träger des Museums ist. „Wir sind mit der Resonanz zufrieden, obwohl die vielen Sonnentage in diesem Sommer nicht eben förderlich waren für einen Museumsbesuch“, so Jungk. Seit Ende August jedoch sei bereits eine deutliche Steigerung zu erkennen. Und im Hinblick auf die Jahrestage der Sturmflut am 12. und 13. November „werden die Besucherzahlen noch mal deutlich zunehmen“, ist Jungk sicher.

Bisher schwerste Ostsee-Sturmflut ereignete sich 1872

Der bislang schwersten Sturmflut aller Zeiten auf der Ostsee vor 150 Jahren fielen mindestens 271 Menschen zum Opfer, allein in Scharbeutz und Niendorf kamen 9 Menschen ums Leben, im weiteren Ostholstein und in Lübeck fielen 16 Menschen der „Jahrhundertflut“ zum Opfer. Hunderte Häuser wurden zerstört, Tausende Nutz- und Haustieren ertranken. Die Ausstellung des Museums Scharbeutz schildert nicht nur diese Katastrophe, sie untersucht auch den aktuellen Stand des Küstenschutzes und zeigt auf, welche Herausforderungen durch Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels auf die Orte an den Küsten zukommen werden.

Begleitbroschüre zur Sonderausstellung

Die Ausstellung ist Dienstag von 15 bis 18 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 14 bis 18 Uhr im Museum für Regionalgeschichte in der Lindenstraße 23 in Pönitz zu sehen. Der Eintritt ist frei, die 124-seitige und reich bebilderte Begleitbroschüre ist für eine Schutzgebühr von sechs Euro erhältlich. Weitere Infos im Internet auf www.museum-scharbeutz.de.

Pressemitteilung Museum für Regionalgeschichte

Sturmflut über Haffkrug: Zahlreiche Bilddokumente im hiesigen Museum zeigen die Zerstörungskraft des Unwetters, das 1872 über die Ostseeküste hereinbrach. (Foto: hfr)

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