Eutin verzichtet in Maßen: Lichterstadt gedimmt, Eisbahn entfällt

Sie soll die dunkle Jahreszeit erhellen und viele Touristen und Eutiner in die winterliche Innenstadt Eutins locken: Viele freuen sich bereits auf die Lichterstadt Eutin, ein illuminierter Rundgang durch die Eutiner Altstadt sowie entlang der Stadtbucht. Doch passt dieses Event noch in eine Zeit der Energieknappheit?

Eutin Tourismus GmbH passt das Konzept an

Angesichts der steigenden Energiepreise hat sich die Eutin Tourismus GmbH nun dazu entschlossen, die Laufzeit der Lichterstadt zu verkürzen und ihr Konzept anzupassen. „Wir möchten auch aus touristischer Sicht dazu beitragen, den Energieverbrauch in Eutin zu verringern, ohne gänzlich auf ein Angebot für Gäste und Einwohner zu verzichten“, erklärt Michael Keller, Geschäftsführer der Eutin Tourismus GmbH. Der circa 1,5 Kilometer lange Lichterrundgang mit speziell für Eutin angefertigten Lichtinstallationen werde nicht mehr, wie ursprünglich geplant, vom 4. November bis zum 8. Januar, sondern nunmehr vom 21. November bis zum 6. Januar ausgerichtet.

Verbrauch sinkt dank modernen LED-Technik

Die Öffnungszeit der Lichterstadt wird somit von 65 auf 46 Tage reduziert. Auch die Leuchtdauer wird im Rahmen der Energieeinsparungen auf täglich sechs Stunden verringert, dies betrifft auch die Weihnachtsbeleuchtung. „Wir haben uns in den vergangenen Tagen ausführlich mit dem Energieverbrauch der Lichterstadt und Weihnachtsbeleuchtung auseinandergesetzt“, berichtet Keller weiter. „Unter den neuen zeitlichen Voraussetzungen sparen wir im Vergleich zur ursprünglich geplanten Durchführung rund 85 Prozent des Energieverbrauchs beider Illuminationsevents ein. Von ursprünglich circa 7799,37 kW/h Verbrauch können wir den Verbrauch so auf 1149 kW/h reduzieren.“ Dies ist auch dank moderner LED-Technik möglich. Das sind rund 90 Prozent weniger als bei der vergangenen Lichterstadt-Aktion. Bei der Lichterstadt Eutin im Jahr 2019 wurden noch insgesamt 12 320 kW/h Strom verbraucht.

Alternativprogramm zur Eisbahn geplant

Eine Eisbahn im Dezember ist dagegen aufgrund der erforderlichen Energieeinsparungen in diesem Jahr nicht vorgesehen. Die Eutin Tourismus GmbH plant jedoch ein Alternativprogramm in Form einer Familien- und Kinderaktion. Was genau sich dahinter verbirgt, bleibt aber noch Geheimnis der Tourismus-Organisation.

Rückendeckung von Verwaltung und Wirtschaft

Die Touristiker bekommen Rückendeckung: Eutins stellvertretender Bürgermeister, Sascha Clasen, nennt das Konzept tragfähig. Und auch die Wirtschaftsvereinigung Eutin positioniert sich positiv. Der Vorsitzende Hans-Wilhelm Hagen begrüßt, dass bei Verringerung der Leuchtdauer den Besuchern der Innenstadt ein besonderes Highlight in der dunkleren Jahreszeit geboten werden kann. Weitere Informationen zur Lichterstadt Eutin sind auf eutin-events.de verfügbar.

Volker Graap

Eine von der Eutin Tourismus GmbH herausgegebene Visualisierung zeigt, wie die Lichterstadt mit den extra dafür entworfenen Lichtobjekten aussehen sollte. (Foto: MK Illumination Handels GmbH)

 

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