Lübeck: Senioren haben Angst am Kolberger Platz

Im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Süd wünschen sich Senioren eine Verkehrsberuhigung. Sie haben Angst, den Kolberger Platz zu überqueren.

Anwohner wünschen sich eine Verkehrsberuhigung

Im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Süd wünschen sich Senioren eine Verkehrsberuhigung. Sie haben Angst, den Kolberger Platz zu überqueren, können die Straße nicht überblicken. Doch die Hansestadt Lübeck sieht keinen Bedarf für eine Änderung.

Erschwerte Sicht und viel Verkehrsbewegung: Auf beiden Straßenseiten am Kolberger Platz stehen dicht an dicht hintereinander parkende Autos, Fahrrad-, Pkw-, Lkw- sowie Busverkehr vor dem roten Hochhaus erschweren die Sicht und eine sichere Überquerung der Straße. Weiterer Verkehr aus der Stettiner Straße erschwert das Vorhaben, gut über die Straße zu kommen. Nur wenn die Müllabfuhr anhält, steht auch der übrige Straßenverkehr einmal still, ansonsten herrscht dort tagsüber rege Betriebsamkeit.

Vielen der älteren Menschen, die das Nachbarschaftsbüro St. Lorenz Süd im Hochhaus am Kolberger Platz 1 besuchen, dort wochentags die Angebote für Anregung und Austausch nutzen, fällt die Überquerung der Straße schwer. „Wir genießen das Miteinander im Nachbarschaftsbüro“, sagt Eveline Hojenski. Doch eine Lösung für den erschwerten Hin- und Rückweg über die Straße wünschen sich die Beteiligten sehr. „Wer die Straße mit dem Rollator überqueren will, muss sich erst vor die parkenden Autos auf die Straße begeben, um eine ausreichende Sicht zu haben“ erklärt die 86-Jährige. Stefan Babony und Sigrid Stoltefoht fällt es schwer, mit ihrem Rollator sicher auf die andere Straßenseite zu gelangen. Es sei oftmals auch gefährlich, wenn Busse fahren oder halten und der gesamte Verkehr vor dem roten Hochhaus ganz schnell unübersichtlich werde.

Straße ist laut Bereich Stadtgrün und Verkehr gut einsehbar

Eine Ampel Ecke Moislinger Allee/ Kolberger Platz ist vorhanden. Doch das ist für viele bewegungseingeschränkte Menschen zu weit, um dann durch die Stettiner Straße und Hansering nach Hause zu gelangen, sagt Eveline Hojenski. Auch wer den Bus auf der gegenüberliegenden Seite sicher erreichen wolle, wünsche sich eine Verkehrsberuhigung. „Wie kommen eigentlich Familien mit Kindern oder Schulkinder, die im Hochhaus wohnen, über die Straße?“, fragt sich die Seniorin. Im April des Jahres bat sie die Lübecker Verkehrsbehörde, die Verkehrssituation vor Ort einmal zu überprüfen. Dies geschah zügig durch den Bereich Stadtgrün und Verkehr. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es in Höhe der Bushaltestelle keine Sichteinschränkungen durch parkende Autos gibt und die Straße gut einsehbar ist. Auch die Anordnung eines Zebrastreifens sei aufgrund des Verkehrsaufkommens dort nicht möglich. Eine Querungshilfe sei ebenfalls nicht umsetzbar, da die Kolberger Straße an der betroffenen Stelle zu schmal sei. Das führen die Senioren wiederrum als Grund an, dass es dort dringend eine Entschärfung geben sollte. „Wir wünschen uns eine Begehung gemeinsam mit der Verkehrsbehörde“, sagt Eveline Hojenski. Sie hofft mit allen anderen, dass es vielleicht doch noch eine Lösung gibt.  Monika Poppe-Albrecht

Foto: Monika Poppe-Albrecht

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Eine Antwort auf „Lübeck: Senioren haben Angst am Kolberger Platz“

  1. Torsten Krüger sagt:

    Ich will ganz ehrlich sein,das ist nicht möglich da ruhe ein zu kehren erstens fahren da die Stadtbusse lang die in richtung stadt oder im richtung Citti Park wollen natürlich kann man das auch ein grenzen das für die Fußgänger eine Fußgänger ampel bei der Schule gebaut werden sollte.

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