Bürgermeisterwahl in Eutin: Michael Kasch ist Kandidat Nummer acht

Michael Kasch Bürgermeisterwahl Eutin

Auch wenn er sich im Juni bei der CDU-internen Kandidatenaufstellung nicht durchsetzen konnte, will es Christdemokrat Michael Kasch wissen: Der 59-jährige Rathaus-Mitarbeiter tritt bei der Eutiner Bürgermeisterwahl am 23. Oktober als Einzelbewerber an. Er ist damit Kandidat Nummer acht.

CDU-Mann betont seine hohe Fachkompetenz

Den Wunsch, Verwaltungschef in einer Kommune zu werden, hat Michael Kasch schon sehr lange. 2006 beispielsweise hat er es in Ahrensbök versucht, konnte sich aber trotz CDU-Unterstützung nicht gegen den Amtsinhaber durchsetzen. „Nachdem klar war, dass die Wahl in Eutin wiederholt werden muss, stand für mich fest, dass ich mich bewerbe. Mit dem CDU-Parteinetzwerk im Hintergrund wäre es natürlich einfacher gewesen. Nun trete ich als freier Bewerber an. Ich halte mich fachlich für kompetenter als der CDU-Kandidat“, erläutert Kasch.

Diplom-Verwaltungswirt ist seit 2018 im Eutiner Rathaus

Der Diplom-Verwaltungswirt ist seit 2018 Leiter des Fachdienstes Bildung und Kultur in der Eutiner Stadtverwaltung, hat aber eine vielfältige Berufserfahrung. Er ist gelernter Elektroinstallateur, war zwölf Jahre Soldat im Eutiner Aufklärungsbataillon, erwarb den Realschulabschluss an der Abendschule und die Fachhochschulreife über die Bundeswehr. Während seiner Tätigkeit beim Land Schleswig-Holstein absolvierte er die Aufstiegsausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt. Ab 2008 war Kasch in diversen Funktionen beim Landespolizeiamt in Kiel eingesetzt. Mit seiner Ehefrau Sabine lebt der in Hassendorf aufgewachsene und immer auch ehrenamtlich aktiv gewesene Verwaltungsfachmann seit 1985 in Eutin. Beide haben vier Kinder.

Handwerksausbildung und Verwaltungserfahrung

Warum hält er sich für den richtigen Kandidaten für den Bürgermeister-Job? „Ich verfüge über Fachwissen aus meiner 26-jährigen Tätigkeit in der Verwaltung, habe durch meine Ausbildung im Handwerk Einblicke ins Bauwesen und bei der Bundeswehr habe ich gelernt, Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus bin ich durch meine derzeitige Arbeit mit vielen laufenden Projekten in Eutin vertraut und kann sie schnell weiterführen“, sagt Kasch, der sich selbst als kommunikativ, zielorientiert und ausgleichend beschreibt.

Welche Projekte er zur Chefsache machen will

Als neuer Bürgermeister würde er den Bau der Festspiel-Tribüne und den Umbau der Schlossterrassen zur Chefsache machen. „Wichtig ist mir außerdem, dass die Eutiner einen kommunikativen Bürgermeister bekommen, der für sie erreichbar ist und sie frühzeitig über den Stand der Vorhaben in der Stadt informiert und sie erklärt“, so Kasch, der sich auch für eine stärkere Bürgerbeteiligung einsetzt. Seine weiteren Anliegen: Fortsetzung der Altstadtsanierung zwischen Schlossstraße und Lübecker Straße, ein ganzheitliches Verkehrskonzept sowie die Flächenfindung für alternative Energien. „Trotz alledem müssen wir auf die Haushaltsanierung gucken und uns die Posten vornehmen, die wir beeinflussen können“, so Kasch. Dazu würden insbesondere freiwillige Ausgaben gehören. Mehr Infos finden sich ab dem 22. August auf der Website kasch-eutin.de.

Keine erneute Bewerbung: Carsten Behnk winkt ab

Ein weiterer möglicher Bewerber hat übrigens seinen Verzicht erklärt: Der frühere Verwaltungschef Carsten Behnk hatte eine Kandidatur offengelassen, winkt aber jetzt ab. Er habe andere berufliche Optionen, sich aber noch nicht hundertprozentig entschieden, welche er wahrnehmen werde, sagte Behnk den Lübecker Nachrichten.

Volker Graap

Michael Kasch ist 59 Jahre alt und aktuell Leiter des Fachdienstes Bildung und Kultur in der Eutiner Stadtverwaltung. (Foto: Graap)

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