„SOS für die Ostsee“: Podiumsgespräch über Bergung der Alt-Munition

Auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion findet am kommenden Mittwoch, 17. August, um 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung rund um das Thema „Munitionsaltlasten in der Ostsee“ im Haffhuus in Scharbeutz-Haffkrug statt. „SOS für die Ostsee – warum wir jetzt endlich mit der Bergung von Munitionsaltlasten loslegen müssen“ lautet der Titel des Gesprächsabends.

Munition verrottet und verseucht die Umwelt

Über 75 Jahre nach Kriegsende liegen noch etwa 1,6 Millionen Tonnen von konventionellen Waffen auf dem Meeresboden von Nord- und Ostsee. Das ist eine tickende Zeitbombe. Denn die alte Munition verrottet und droht, hoch toxische Inhaltsstoffe unkontrolliert in die See abzugeben. „Das birgt große Gefahren für Natur und Mensch. Die milliardenschwere Entsorgung muss als gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern angepackt werden“, betont die Ostholsteiner Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn. Die SPD-Fraktion setze sich dafür ein, dass die erforderlichen 70 bis 100 Millionen Euro im Bundeshaushalt 2023 bereitgestellt werden. „Die bislang vorgeschlagenen 50 Millionen Euro ermöglichen leider keinen Start des Pilotvorhaben“, meint Hagedorn. Übrigens mahnt sie auch eine angemessene Beteiligung des Landes an.

Fundiert diskutieren und Lösungswege aufzeigen

Um am 17. August seriös und fundiert diskutieren und Lösungswege aufzeigen zu können, hat die SPD engagierte Wissenschaftlicher eingeladen. Auch Vertreter von Meeresschutzorganisationen und Kommunen sind dabei. Sie halten Kurzvorträge und beantworten Fragen der Besucher. So spricht unter anderem Professor Dr. Edmund Maser von der Uni Kiel über toxikologische Risiken von versenkter Kriegsmunition. Außerdem erläutert Dagmar Struß, Leiterin des NABU-Ostseeschutzes Schleswig-Holstein, die Gefahr für Mensch und Meer. Darüber hinaus geben die Landtagsabgeordnete Sandra Redmann sowie der Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Michael Thews Statements zum Thema ab.

Anmeldungen bis zum 15. August möglich

Anmeldungen sind noch bis zum 15. August unter Telefon 04521 71611 oder per E-Mail an bettina.hagedorn.wk@bundestag.de möglich. Der Eintritt ist frei. Der Einlass beginnt ab 18.30 Uhr.

Volker Graap

Ein versenkter Munitionsrest in der Ostsee – davon muss noch viel geborgen werden, denn von diesem Weltkriegsmüll gehen hohe Gefahren aus. (Foto: Forschungstauchzentrum CAU Kiel)

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