Lübeck: Mann mit Spielzeugwaffe löst Polizeieinsatz im Zug aus

Die Verkehrskontrollen in Eutin führten zu zwei Strafanzeigen und einer Vielzahl von Anzeigen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten.

Mann mit Spielzeugwaffe im Zug

Am Dienstagabend, 26. Juli, erhielt kurz vor 21 Uhr die Regionalleitstelle in Lübeck über Notruf Kenntnis, dass eine männliche Person mit einer Waffe auf dem Bahnsteig des Bahnhofes Bad Oldesloe stehen solle. Weiterhin führe diese einen Koffer und auch einen Rucksack mit sich. Die Person war bereits in einen nach Lübeck fahrenden Zug gestiegen, bevor erste Polizeikräfte am Bahnhof Bad Oldesloe eintrafen. Das Bundespolizeirevier Lübeck und die Lübecker Polizei führten gemeinsam die Räumung des gesamten Lübecker Bahnhofs durch und bündelten eine große Anzahl von Polizeibeamten für diesen Einsatz. Die Einsatzleitung übernahm der Dienstgruppenleiter des 2. Polizeirevier Lübeck.

Zwischenzeitlich hatten die Beamten die Kenntnis, dass die beschriebene Person im hinteren Bereich des Zuges sich aufhalte und dort auch alleine sitzt. Die eingesetzten Einsatzkräfte, welche überwiegend auch die schwere Schutzausrüstung angelegt hatten, hielten sich verdeckt im Bahnsteigbereich auf und der Bahnhof war bei Zugankunft in den relevanten Bereichen geräumt. Unmittelbar nach Einfahrt des Zuges in den Bahnhof Lübeck konnte der 31-jährige Mann mit Wohnsitz in Lübeck beim Aussteigen aus dem Zug überwältigt und vorläufig festgenommen werden. Bei der „Waffe“ handelte es sich um eine grüne Spielzeugmaschinenpistole. Diese konnte schnell durch die handelnden Zugriffsbeamten erkannt werden. Der Festgenommene hatte sie sichtbar um den Hals gehängt. Die Durchsuchung der Person und der mitgeführten Gepäckstücke führte nicht zum Auffinden gefährlicher Gegenstände. Ebenso wurden der Zug der betroffene Bahnhofsbereich, sowie der Bahnhof in Oldesloe vorsorglich abgesucht. Die polizeilichen Maßnahmen waren um 21.40 in Lübeck abgeschlossen.

Die Polizei prüft, ob ein strafrechtlichen Verhalten vorliegt. Dieses ist noch nicht abgeschlossen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Person mit einem Platzverweis für den Bahnhof Lübeck von der Dienststelle der Bundespolizei entlassen. Die Spielzeugwaffe wurde mit Zustimmung des Eigentümers vernichtet.

Der Einsatz wurde von Rettungskräften der Berufsfeuerwehr Lübeck unterstützt. Diese wurden vorsorglich im Nahbereich des Bahnhofes bereitgehalten.

Pressemitteilung Polizei

Foto: Pixabay

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