Mann stirbt beim Baden in Travemünde, Schaulustige behindern Bergung

Lübeck: Polizei überrascht Einbrecher

Am Mittwochnachmittag, 20. Juli, wurde der leblose Körper eines Mannes in der Ostsee vor Travemünde treibend aufgefunden. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Identität ist bislang ungeklärt. Mehrere Hundert Schaulustige verfolgten das Geschehen und störten den Rettungseinsatz.

SUP-Fahrer treibt regungslos in der Ostsee bei Travemünde

Gegen 16 Uhr waren Beamte des 3. Polizeireviers am Travemünder Strand eingesetzt. Ein 37-jähriger SUP-Fahrer aus Lübeck wurde in der Nähe der Seebrücke auf den regungslos im Wasser treibenden Mann aufmerksam, zog ihn auf sein SUP-Board und begann mit den Wiederbelebungsmaßnahmen, die weitere Strandbesucher sowie Mitarbeiter der DLRG bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes an Land fortsetzten. Trotz des engagierten Eingreifens der Ersthelfer verstarb der Mann. Die Umstände, die zu seinem Tod führen sind noch unklar. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen hielt er sich allein am Strand auf und wurde bislang nicht als vermisst gemeldet, sodass eine Identifizierung weiterhin aussteht.

Identität des Toten ungeklärt

Die männliche Person ist etwa 30 Jahre alt, von kräftiger Statur, hat braunes, an den Seiten kurzgeschorenes Haar und trug zum Auffindezeitpunkt eine blaue Badehose (Slip). Hinweise zur Identität des Verstorbenen, der sich in der Rechtsmedizin befindet, nimmt die Kriminalpolizei Lübeck unter der zentralen Rufnummer 0451-1310 entgegen.

Schaulustige filmen und behindern die Polizei

Überschattet wurde das tragische Geschehen zusätzlich von einer sehr hohen Anzahl Schaulustiger. Nach Angaben der Polizei hätten Schaulustige – auch in Begleitung von Kindern – den Rettungseinsatz beobachtet und sogar gefilmt. Aufforderungen, den Bereich zu verlassen, seien sie nicht nachgekommen. Einige sollen sogar Sichtbarrieren ignoriert und darüber hinweg gefilmt haben. 

Polizei überfordert mit der Situation

Der Polizei ist es nach eigenen Angaben nicht gelungen, die Personalien der Schaulustigen festzustellen. Dafür seien es einfach zu viele gewesen. Glück für die Spanner. Denn wer einen Unfall oder Rettungsmaßnahmen filmt, muss mit Geldbußen oder sogar Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren rechnen. Pressemitteilung Polizei / Oliver Pries

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