Hunderte Besucher beim Tag der offenen Tür im Inklusionshotel „Seeloge“

Die dicht gedrängte Reihe von Fahrrädern an der Seepromenade zeigte es schon an: Hier ist richtig was los. In der Tat nutzten Hunderte von Besuchern den Tag der offenen Tür, um sich das Anfang Juli eröffnete Inklusionshotel „Seeloge“, das erste seiner Art in Ostholstein, an der Eutiner Stadtbucht anzusehen.

Jeder konnte überall hineinschauen und probesitzen

Zimmer aller Kategorien, der Wellnessbereich mit Sauna und Dachterrasse, Bankettraum, Restaurant, Bar – überall konnten Interessierte hineinschauen und auch mal probesitzen. Zudem gab es Führungen von Hoteldirektor Bosse Willenberg und Reinhard Sohns, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Die Ostholsteiner, die das Hotel hat bauen lassen.

Frühstück oder Kaffeetrinken mit Blick auf die Eutiner Stadtbucht (Foto: hfr)

Die Resonanz war überwiegend hervorragend

„Die Resonanz ist hervorragend. Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet. Und die Äußerungen mir gegenüber sind nur positiv“, sagte Sohns beglückt. Gefragt würde nach allem: Welche Wellness-Angebote das Hotel vorhalte (beispielsweise eine finnische Sauna und ein Bio-Sanarium), wie groß der Bankettraum sei (bis zu 40 Personen an Tischen), wie das Heizkonzept sei (Fernwärme).

Den ganzen Sommer über gut gebucht

An der Rezeption musste Empfangsleiterin Levke Wiese diverse Flyer ausgeben an Besucher, die selbst einmal in der „Seeloge“ einchecken wollen oder planen, Verwandte oder Freunde dort unterzubringen. „Wir sind den ganzen Sommer über gut gebucht, im August können wir nur noch Einzelnächte anbieten“, sagt Levke Wiese. Für das kommende Jahr seien bereits viele Termine für Konfirmationen, Taufen, Firmenveranstaltungen reserviert.

Auch die Bar im Hotel kann von jedermann angesteuert werden. (Foto: hfr)

40 Prozent der Mitarbeiter haben Schwerbehinderung

Das Inklusionshotel, in dem 40 Prozent der Mitarbeiter eine nachgewiesene Schwerbehinderung haben, hat 44 Zimmer im ersten und zweiten Stock. Die Wellness-, Wohlfühl- und Economy-Zimmer unterscheiden sich in der Quadratmeterzahl und der Bettbreite. Rolli plus-Zimmer haben ein spezielles Bad oder eine besonders Rollstuhl-geeignete Raumaufteilung. Sie können mit einem anderen Zimmer kombiniert werden und sind dann über einen Vorflur miteinander verbunden.

Begeistert vom Blick auf den See

Noch mehr Vorlauf haben Angela und Erich Metzler. Das Ehepaar aus Eutin will im Frühjahr seine Silberhochzeit in der „Seeloge“ feiern. „Wir sehen uns deshalb mal Zimmer an, weil wir Gäste einquartieren möchten“, berichten sie. In der Woche haben sie bereits das Restaurant und den Mittagstisch getestet. Sie sind vom Hotel an der Stadtbucht begeistert: „Darauf haben wir lange gewartet. Wir freuen uns sehr, hier mit Blick auf den See sitzen zu können und die Seele baumeln zu lassen“, sagte Angela Metzler.

Was für ein Blick: Viele Zimmer haben einen Ausblick zum See. (Foto: hfr)

„Das Hotel wirkt supergemütlich und modern“

Auf Tina Kell aus Neustadt wirkt das neue Hotel „supergemütlich und modern“. Sie und ihr Sohn Manuel hätten schon die Bauphase intensiv mitverfolgt, jetzt wollten sie es mal von innen sehen, sagte sie. Manuel arbeitet bei den Ostholsteinern „und es ist im Gespräch, ob er in der ,Seeloge’ anfangen wird“, sagt seine Mutter.

Nackte Betonwände sind offenbar Geschmackssache

Eigens zum Tag der offenen Tür waren Hans-Joachim Kiefer und Frau Barbara aus Hamburg angereist. „Ich bin hier zur Schule gegangen und habe immer engen Kontakt nach Eutin gehalten. Ein Freund hat mir Zeitungsartikel über das Hotel geschickt. Nun sehen wir es uns an, weil wir bald mal eine Woche Urlaub hier verbringen wollen“, erklärte Hans-Joachim Kiefer. Nur eine Sache störte die Hamburger beim Rundgang: „Die Betonwände mögen wir gar nicht.“ Geschmackssache, andere Besucher lobten dieses Stück Modernität.

LN/vg

Sie haben schon die Bauphase interessiert verfolgt: Tina und Manuel Kell aus Neustadt.  (Foto ganz oben: Benthien)

Der Haupteingang des Hotel liegt auf der seeabgewandten Seite. (Foto: hfr)
An der Stadtbucht schmiegt sich der Neubau gut ins Stadtbild ein. (Foto: hfr)
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