Grundsteuerreform: Erklärungsabgabe in Schleswig-Holstein beginnt

Im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform in Deutschland müssen alle Grundstücke sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft von den Finanzämtern neu bewertet werden. Am 1. Juli beginnt der Zeitraum für die Erklärungsabgabe für Grundbesitz in Schleswig-Holstein. Grundstückseigentümer sind verpflichtet, bis zum 31. Oktober 2022 ihre Erklärung beim Finanzamt einzureichen. In den nächsten Tagen erhalten sie Post von der Behörde.

Neuberechnung ist auch für Bürger mit Aufwand verbunden

„Eine Reform der Grundsteuer war notwendig und wurde uns vom Bundesverfassungsgericht aufgetragen. Uns als Finanzverwaltung ist bewusst, dass die Neuberechnung auch für die Bürgerinnen und Bürger mit Aufwand verbunden ist. Mit unserem Informationsangebot versuchen wir, dabei so gut es geht zu unterstützen. Ich bin sicher, dass alle 1,3 Millionen Grundstückseigentümer im Land ihre Erklärung fristgerecht abgeben werden und bedanke mich schon jetzt bei allen Beteiligten für die Mitarbeit“, sagt Finanzministerin Monika Heinold.

Erklärung elektronisch übermitteln

Ausführliche Informationen, Hintergründe sowie Fragen und Antworten zur Grundsteuerreform finden sich auf der Webseite www.schleswig-holstein.de/grundsteuer. Über das Internetportal www.elster.de können die Erklärungen der Feststellung des Grundsteuerwertes übermittelt werden. Auch über das vereinfachte Angebot des Bundes unter https://www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de kann eine Erklärung abgegeben werden. In Ausnahmefällen ist auch eine Abgabe in Papierform möglich, beispielsweise, wenn die technischen Möglichkeiten für eine elektronische Abgabe nicht gegeben sind. Die entsprechenden Papiervordrucke können in den Finanzämtern oder in Stadt- und Gemeindeverwaltungen abgeholt werden.

Was wird genau benötigt?

Die Steuernummer des Grundbesitzes stimmt nicht mit der Einkommenssteuernummer überein, sondern wird vom Finanzamt mitgeteilt. Die erforderlichen Angaben zu den Grundstücksdaten und zum Bodenrichtwert des Grundstücks können im Grundsteuerportal auf der Webseite des Landes abgerufen werden. Für die Erklärung für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen werden folgende Angaben benötigt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung Finanzministerium SH

(Symbolfoto: Archiv)

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3 Antworten auf &‌#8222;Grundsteuerreform: Erklärungsabgabe in Schleswig-Holstein beginnt&‌#8220;

  1. P. Wolff sagt:

    Alle Daten in den Ämtern vorhanden!
    Glückwunsch an die Gestalter der Elster Online Erfassung für die Grundsteuer, ein wahres Meisterwerk!
    Alle einzugebenen Eckdaten sind den Ämtern und Behörden bekannt und schlummern in diversen Systemen, die anscheinend von unseren Beamten und Sachbearbeitern nicht miteinander verknüpft werden können. Deshalb wird der Bürger damit beauftragt und verpflichtet, welch ein behördliches Armutszeugnis!
    Aber nicht nur das, es wird ein dem Laien völlig unverständliches Elster Instrument vorgeschrieben, das nicht einmal ein Finanzbeamter zu verstehen scheint (so meine Erfahrung im Gespräch mit dem Finanzamt) . Insbesondere sind die Fehlerhinweise bei vermeintlichen Fehleingaben völlig unverständlich und irreführend. So ist eine fehlerfreie Abgabe der Grundsteuerdaten ein Lotteriespiel und führt sicher zu Falschinformationen.
    Aber wenn nicht einmal die Ämter das können?
    Ich wünsche allen Verpflichteten viel Geduld und notfalls hilft zur Frustvermeidung eine temporäre Sedierung mit den üblichen Medikamenten.

  2. Hans H. Harms sagt:

    Ich habe meinen Grundbesitz in Schmalfeld 2008 verkauft. Ich habe bis jetzt drei Bescheide bekommen, die Formulare auszufüllen jedes mal mit einer anderen Steuernummer.
    Behördenschlaf ? oder !

  3. Andreas Matthiae sagt:

    Meisterhaft angelegt, von Autisten, für Autisten.
    Da schmoren die Grundstücksdaten seit Jahrzehnten in den Kellern der Ämter, die Grundbuchstellen sind durchaus kompetent besetzt, und dann lässt das Formular bei elster nicht einmal eine geordnete Eingabe der Flurstücke zu.
    Oder war das noch ein altes Grundsteuer-Formular, und die neue Kampagne ist noch gar nicht online ?
    Behördenkontakt ? Macht Spass!

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