Lonsis Herzbewohner: Hier ist Tiervermittlung Herzenssache

Manuela Friedrich kümmert sich um in Not geratene Tiere. Sie hat die Treuhandstiftung „Lonsis Herzbewohner“ ins Leben gerufen.

Manuela Friedrich setzt sich für den Tierschutz ein

Es bellt, miaut und vieles mehr, wenn man sich auf das Haus von Manuela Friedrich in Ratekau zubewegt. Sie hat am 3. Juni 2019 die Treuhandstiftung „Lonsis Herzbewohner“ ins Leben gerufen, ihre Tochter Julia Denise Friedrich ist Treuhänderin. Zweck der Stiftung ist die Förderung des Tierschutzes. Manuela Friedrich kümmert sich um Unterbringung, Betreuung, Pflege, Sozialisierung und um die tierärztliche Versorgung von in Not geratenen Tieren aus dem In- und Ausland.

Ihr Anliegen ist die Förderung von Aufklärungsarbeiten zum Thema Tierschutz und die Hilfe bei der Vermittlung von Tieren von seriösen Tierschutzkontakten. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, Tier und Mensch zusammen zu bringen. Dort, wo sie liebevoll als Familienmitglied gesehen werden und endlich ihr persönliches Glück erleben dürfen,“ so Manuela Friedrich. Namensgeber der Stiftung war ein Rüde aus dem Tierschutz aus Griechenland, mit dem ihr Mann und ihre Tochter sie als Zweithund zu Chihuahua Tiger überraschten.

Stifungsgründerin Manuela Friedrich mit ihrer Hündin Lana

 

Anderen Tieren helfen in Lonsis Namen

Erst einmal nur zur Probe, aber es war schnell klar, Lonsi bleibt, denn er war so ein toller, treuer Hund. Leider ist er mit fünf Jahren an Krebs verstorben und damit fing alles an: „In seinem Namen möchte ich noch so vielen Tieren wie möglich helfen!“ sagt Manuela Friedrich, die ursprünglich sogar Angst vor großen Hunden hatte.

Nun engagiert sie sich bereits seit neun Jahren im Tierschutz und kann nicht nur Gutes berichten: „Oftmals kriegen sich Tierschützer untereinander in der Wolle, manchmal auf Kosten der Tiere.“ Daher hat sie selbst eine Stiftung gegründet und dafür sogar einen Kredit aufgenommen. „So klein wie wir sind, konnten wir schon ziemlich vielen Tieren helfen. Ob Pferde, Hunde, Katzen, Mäuse oder Lämmchen, wir kümmern uns um alle Tiere,“ sagt sie.

Und das scheint auch ziemlich nötig zu sein, denn Manuela Friedrich erhält im Schnitt täglich zwischen sieben und zehn Anrufe von Menschen, die ihr Tier abgeben möchten oder müssen, die WhatsApp-Nachrichten kann sie gar nicht mehr zählen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Umzug, Arbeitswechsel, Scheidung, Tod, eine Allergie, die sich entwickelt hat oder manchmal schlichte Unterschätzung des Aufwandes, den ein Tier mit sich bringt. Die „Langzeitinsassen“, also Tiere, die schwer vermittelbar sind, sind größtenteils aus Deutschland, nicht aus dem Ausland. „Leider gibt es viele Vermehrer, die unkontrolliert Welpen auf die Welt bringen. Es wird immer mehr, da eine gesetzliche Regelung hierzu fehlt, es darf einfach jeder machen,“ so Manuela Friedrich

Spendenaufruf an Tierliebhaber und solche, die es werden wollen

Momentan unterstützt die Stiftung etwa ein Dutzend Hunde, die in Pensionen untergebracht sind, finanziell. Die monatlichen Kosten für Futter, Unterbringung und tierärztliche Behandlungen belaufen sich dabei auf 5.000 bis 7.000 Euro. Dazu kommen noch Gnadenplätze für Hunde in Pflegestellen, die alt und krank sind und wohl nicht mehr adoptiert werden können. Auch hier übernimmt die Stiftung die anfallenden Kosten. Gerade für verletzte Hunde im Ausland übernimmt die Stiftung Arztkosten teilweise auch vor Ort im Ausland, zum Beispiel für Not-OPs. Daher freuen sich Lonsis Herzbewohne sehr über Spenden für in Not geratene Tiere, denn jeder Beitrag hilft. Spenden können per PayPal oder per Überweisung auf folgendes Konto angewiesen werden:

Lonsis-Herzbewohner Stiftung
DE12 2305 0101 0160 4647 72
BIC: NOLADE21SPL

Weitere Informationen unter 04504 / 70 70 12 oder per E-Mail an info@lonsis-herzbewohner.de. Bei Bedarf wird gerne eine Spendenquittung ausgestellt.

Mehr Informationen und einen Überblick über zu vermittelnde Hunde gibt es auf https://www.lonsis-herzbewohner.de/.

Anne Holmok

Hunde Lia und Sunny. Foto: hfr

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