Probebetrieb in der „Seeloge“: Soft-Opening im Inklusionshotel an der Eutiner Stadtbucht

Der Bauzaun vor der „Seeloge“ ist verschwunden, die Passanten haben jetzt freie Sicht aufs neue Inklusionshotel an der Eutiner Stadtbucht. Außen Holz, Glas und Backstein, innen kommen unter anderem Beton und Ziegenhaar-Teppichboden hinzu – das Bauwerk macht einen rundum gelungenen Eindruck. Und ab sofort ist der Hotelneubau bereit, um in den Probebetrieb zu starten. „Den ganzen Juni über führen wir im internen Kreis ein Soft-Opening durch. Dann wird jedes unserer 44 Zimmer mindestens einmal probebewohnt sein“, kündigt Reinhard Sohns, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft „Die Ostholsteiner“, die dieses besondere Hotel bauen lässt, an.

Arbeitsfähiges Teams in allen Bereichen

Auch das Team ist startklar. Für die 27 Vollzeitstellen wurden schon 24 Verträge unterschrieben. Vollbesetzt soll die Mannschaft einmal rund 32 Köpfe stark sein. „Die Besetzung ist relativ gut gelaufen, in allen Bereichen steht uns ein arbeitsfähiges Team zur Verfügung“, sagt Sohns. 40 Prozent des Personals haben eine anerkannte Behinderung. Das Küchenteam hat Gabi Schumacher unter ihren Fittichen. Sie hat vorher in einem Bildungszentrum gearbeitet und kann in Eutin nun ihre Fachlichkeit als Köchin mit der Bildungsvermittlung perfekt verbinden.

Offizielle Eröffnung folgt im Juli

Und genau wie Restaurantleiter Marc Barmwater (30) findet es die 35-Jährige reizvoll, das Haus von Anfang an mitgestalten zu können. Angeführt wird das junge Führungsteam von Hoteldirektor Bosse Willenberg (27), der bereits seit einem Jahr am Aufbau der Strukturen mitwirkt. „Herausfordernd ist es, gerade für die abendliche Gastronomie weitere Mitarbeiter zu finden“, sagt Willenberg. Geplant ist, die Restaurantküche bis 21.30 Uhr zu öffnen. Die Hotelbar bleibt länger offen. Frühstück wird von 7 bis 11 Uhr serviert. „Das wird sich nach und nach einspielen.“ In den vier Wochen des Probebetriebs sollen alle Mitarbeiter dem Alltagsgeschäft so nahe wie möglich kommen, damit zur offiziellen Eröffnung Anfang Juli alle Rädchen ineinandergreifen.

Auch die Zimmer machen einen vielversprechenden Eindruck.

Ein „solides Grundrauschen“ bei der Buchungslage

Bosse Willenberg hofft, dass die Test-Gäste ein genaues Feedback geben und aufzeigen, wo es vielleicht noch hakt oder etwas fehlt und wo man das allgemeine Gasterlebnis noch verbessern könnte. Bei Übernachtungspreisen von 116 bis 164 Euro will man die Urlauber schließlich rundum zufriedenstellen. Ein „solides Grundrauschen“ bei Zimmerbelegung und Saalvermietung lässt auf einen vielversprechenden Start hoffen.

Junge Köche werden weiterhin gesucht

Personal wird übrigens weiterhin gesucht – zwei, drei gelernte Köche zum Beispiel. Nähere Infos dazu gibt es im Internet auf www.seeloge.de.

Volker Graap

Der Bauzaun ist weg, die Passanten haben jetzt freie Sicht auf das Inklusionshotel „Seeloge“. Hoteldirektor Bosse Willenberg, Küchenchefin Gabi Schumacher, Restaurantleiter Marc Barmwater und „Die Ostholsteiner“-Geschäftsführer Reinhard Sohns (von links) bereiten sich und die 44 Zimmer auf das Soft-Opening vor. (Foto: Graap)

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