Debütalbum eines Musikpoeten: Ludger Iske veröffentlicht erste CD

Diese Musiktherapie ist nicht verschreibungspflichtig. Mit „Nackig unterm Mond“ legt der Eutiner Hausarzt und Singer-Songwriter Ludger Iske eine Sammlung von zwölf Songs vor. Sie kombiniert  die Erfahrung „von sechs wach gelebten Jahrzehnten mit einer Perspektive von Hoffnung und Verbundenheit“. Es ist das späte Debütalbum eines 63-Jährigen, dessen Platten-Traum nach 40 Jahren in Erfüllung geht. Der Wochenspiegel verlost drei CDs.

Umgesetzt vom Produzenten von Johannes Oerding

Textlich der westdeutschen Liedermacher-Tradition der 70er- und 80er-Jahre verbunden, reflektiert das Album thematisch das Spannungsfeld von Verbindung trotz Spaltung, Resonanz trotz Abstumpfung, Hoffnungen trotz Angst. Die CD könnte unter dem Rheinischen Motto „Et is wie et is, et kütt wie et kütt, un et is noch immer jot jejange“ stehen. Die Lieder wurden klanglich und atmosphärisch warm und dicht umgesetzt von demm Produzenten Mark Smith (unter anderem Johannes Oerding). Sie behandeln immer wieder Themen von Aufbruch, Neuanfang und Weitermachen.

Lieder voller Hoffnung

Die lebenszugewandte Haltung des Arztes, Psychotherapeuten und Buddhisten drückt sich mit heiterem Ernst und ironischer Distanz auch bei schweren Themen wie Depression oder Klimawandel aus. Immer wieder taucht das Thema der Endlichkeit auf, und in immer neuen Variationen spielt Iske die Haltungen durch, mit denen wir Menschen diesem unverhandelbaren Fakt begegnen können – sei es im vergnügten Annehmen der Einmaligkeit des Augenblicks oder in Dankbarkeit für das Erlebte, das Überleben bis hierher. Und immer wieder blitzt hörbar Hoffnung auf, eine nüchterne, abgeklärte Hoffnung, die nicht leicht zu enttäuschen ist, weil sie nicht auf Illusionen baut: „Wir haben nur uns, Menschenskinder, wir haben nur diese Welt“, singt Ludger Iske.

Musikalisch vielseitige Kompositionen

Musikalisch gibt es viel zu entdecken: Keins der Stücke bleibt dem Mainstream verhaftet, überraschende harmonische Übergänge durchgliedern das sehr entspannte, weiche und warme Soundprofil, das Mark Smith für diesen Künstler maßgeschneidert hat. Rhythmisch kommt ebenfalls keine Langeweile auf, man meint die Jahrzehnte an Hörerfahrung des Songwriters durchzuhören, winzige Zitat- oder Referenzschnipsel glitzern durch die sehr eigenen und teil eigenwilligen Kompositionen. An keiner Stelle verleugnet das Werk seine Herkunft aus der Erbfolge aus deutschem „Liedermaching“, europäischem Folk und den Fußstapfen der großen amerikanischen Bahnbrecherbarden wie Paul Simon, James Taylor, Joni Mitchell oder Randy Newman.

Verlosungsaktion
Der Wochenspiegel verlost drei CDs vom Debütalbum des Eutiner Liedermachers. Wer gewinnen möchte, ruft am Sonnabend oder Sonntag, 21. oder 22. Mai, unter Telefon 01378 801428 an (Telemedia interactive GmbH; neu: 50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz und Mobil ebenfalls).

 

Am 25. Juni ist Ludger Iske live in Eutin zu erleben

Nabelschau, Weltschmerz, Selbstmitleid finden sich in diesen Texten nicht – präzise und poetisch formen sie persönlichen Ausdruck zu einer gemeinsamen Aussage. Der Liedermacher bespielt das Album mit rein deutschsprachigen Songs. Wer ihn live erleben möchte, hat dazu am Sonnabend, 25. Juni, Gelegenheit. Um 17.30 Uhr singt er auf dem Musik- und Foodtruck-Fest der Nordlicht-Agentur am Schloss Eutin. Alle Infos auf www.iske.band.

Text/Foto: hfr

 

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