Falknerei zu Besuch an der Baltic-Schule Lübeck

Besonderen Besuch hatten die Schüler der Baltic-Grund- und Gemeinschaftsschule am Montag: Falkner Tom Rosdorf war mit seinen „Seeleneulen“ in der Baltic-Schule zu Gast.

Fachunterricht mal anders: Schüler begeistert von ganz besonderen Eulen

Besonderen Besuch hatten die Schüler der Baltic-Grund- und Gemeinschaftsschule am Montag: Falkner Tom Rosdorf war mit seinen „Seeleneulen“ in der Baltic-Schule zu Gast. Das war sehr außergewöhnlich. Die Kinder waren fasziniert von den sechs verschiedenen Eulenarten, die Tom Rusdorf mitgebracht hatte. Geduldig saßen die Greifvögel auf ihren Stangen und warteten auf ihren Einsatz.

Nacheinander hatten verschiedene Klassen die Möglichkeit, Fachunterricht einmal ganz anders erleben zu können. Die Idee dazu hatte Lehrerin Silja Schultz. „Ich hatte schon vor über einem Jahr eine Anfrage gerichtet, allerdings an einen anderen Falkner“, erzählt sie. „Der musste leider krankheitsbedingt Ende vergangenen Jahres absagen, hat mich aber an Tom Rusdorf weitergeleitet. Und der war dann bereits das zu übernehmen.“

Das Besondere an Falkner Rusdorf ist, dass er seine Greifvögel alle per Hand aufzieht und zu Therapievögeln ausbildet. Mit diesen besucht er dann Hospize und Kinderhospize, Alten- und Pflegeheime und viele andere Einrichtungen. So nun auch die Grund- und Gemeinschaftsschule in Buntekuh, in der die fünften Klassen, die Campusklassen und eine sechste Klasse, die dafür sogar länger in der Schule geblieben ist. Bei den Campusklassen handelt es sich um Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Schüler sind begeistert

Die Schüler waren total gebannt von den Eulenvögeln. Mitgebracht hatte Rusdorf unter anderem eine Schleiereule, eine Indische Halsbandeule und eine Afrikanische Weißgesichtseule, die mit ihren riesigen Augen die Blicke auf sich zog. Für die Schüler bedeutete der Besuch eine ganz neue Erfahrung. „Greifvögel einmal so nah und live zu erleben und eine Beziehung aufbauen zu können, war schon sehr besonders.“

Die Jungen und Mädchen konnten die Eulen auch selbst halten und dabei streicheln. „Das beruhigt unglaublich, die Schüler müssen vorsichtig sein und werden dadurch ganz anders geerdet. Das ist wirklich ein tolles Erlebnis, auch die Kollegen waren total fasziniert“, schilderte Silja Schultz die Eindrücke.

Ermöglich werden konnte der Besuch des Falkners mit seinen Eulen durch die finanzielle Unterstützung von der Michael-Haukohl-Stiftung mit 500 Euro und den Schulverein, der die restliche Summe trug. Michael Haukohl und Mitarbeiterin Doris Fischer machten sich auch selbst ein Bild von diesem außergewöhnlichen Besuch und zeigten sich ebenfalls beeindruckt.

Für die Schüler der Baltic-Schule, hier eine der Campusklassen, war der Besuch der sogenannten Seeleneulen etwas ganz Besonderes. Lehrerin Silja Schultz mit der Afrikanischen Weißgesichtseule Wanda, die Hemin (8, v.l.) vorsichtig streicheln will. Phil (9), Stella (8) und Zoey (8) schauen begeistert zu. Fotos: Anja Hötzsch

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