Drei Lübeckerinnen gründen Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine

Die mit Kriegsbeginn in der Ukraine gegründete Initiative „Helfende Hände Lübeck“ stößt in der Hansestadt und der Region auf rege Resonanz. „Davon sind wir total begeistert“, sagt Denise Kaynak, die gemeinsam mit Emilia Koch und Karolina Kowalik geflüchtete Menschen aus der Ukraine unterstützt, Sachspenden sammelt und an die polnisch-ukrainische Grenze schickt. Die Initiative steht kurz vor der Vereinsgründung. „Doch dafür haben wir eigentlich gar keine Zeit“, so Denise Kaynak. Denn die drei Frauen sind berufstätig und durch ihr ehrenamtliches Engagement täglich zusätzliche Stunden im Einsatz, um den ankommenden Flüchtlingen zu helfen und den Transport von Sachspenden zu organisieren.

Netzwerk für Spendensammlung und Transport

„Wir haben uns über eine WhatsApp-Gruppe und Facebook gefunden und festgestellt, dass wir die gleichen Ziele haben“, erzählt Emilia Koch. Seit Kriegsbeginn arbeitet die Initiative an einem Netzwerk für Spendensammlung und Transport. Einige Transporte konnten bereits an die polnische Grenze geschickt werden, die nächsten werden aktuell organisiert. Durch Kontakte in die Ukraine ist bekannt, was an welcher Stelle am Nötigsten gebraucht wird. Durch Aktionen in Schulen oder Unternehmen kommen immer wieder viele Sachspenden zusammen. Größere Mengen werden im Lübecker Stadtgebiet oder bei spendenden Unternehmen abgeholt.

Dokumentation ist der Gruppe sehr wichtig

Erste Sammelstelle für Sachspenden war zunächst bei der Salzoase in Bad Schwartau. „Ein Lübecker Unternehmer hat uns nun eine Lagerhalle in der Grapengießerstraße zur Verfügung gestellt“, ist Emilia Koch begeistert. Sachspenden können an beiden Orten nach Anmeldung abgegeben werden. Befinden sich die Sachspenden an der polnisch-ukrainischen Grenze, wird die Abgabe bis ins Kleinste dokumentiert, das ist der Initiative sehr wichtig.

Jede weitere helfende Hand ist herzlich willkommen

Viele Lübecker haben sich bereits bei den drei Lübeckerinnen gemeldet, um ebenfalls zu helfen. Jede weitere helfende Hand ist herzlich willkommen. Neben den Spendenaktionen werden die Flüchtlingsfamilien bei ersten Behördengängen und Arztbesuchen begleitet. Auch Patenschaften können eingegangen werden, um gezielt zu helfen.

Es gibt auch bereits ein Begegnungscafé

Daneben gibt ein bereits ein Begegnungscafé, das von Flüchtlingen aller Nationalitäten sowie Lübeckern besucht werden kann. Im Jugendclub Röhre, Mengstraße 35, geht es um Kommunikation und Austausch, damit ein Ort für Begegnung entsteht. Alle 14 Tage ist dort geöffnet. Nächster Termin ist der 7. und folgend der 21. Mai, dann am 4. und 18. Juni, immer von 14 bis 17 Uhr.

Hier findet man Kontakt zur Initiative

Die Initiative „Helfende Hände“ ist erreichbar über Denise Kaynak, Telefon 0176/ 64 14 55 51, Emilia Koch, 0176/ 34 13 83 09, und Karolina Kowalik, 0176/ 63 74 60 53 sowie per  E-Mail an helfendehaende.luebeck@mail.de und über Instagram@helfendehaendeluebeck. Dringend benötigte Sachspenden sind Konserven, die ohne Dosenöffner zu öffnen sind, Energie- und Eiweißriegel sowie Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen.

MPA

Karolina Kobalik, Emilia Koch und Denise Kaynak gründeten eine Initiative, um den Menschen aus der Ukraine zu helfen.  (Foto: mpa)

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2 Antworten auf &‌#8222;Drei Lübeckerinnen gründen Initiative zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine&‌#8220;

  1. Oliver Pries sagt:

    Hallo Herr Kroll,

    das Begegnungscafé ist im Jugendhaus „Röhre“ in der Mengstraße 35 in Lübeck.

    Gruß!

    die Redaktion

  2. Matthias Kroll sagt:

    wo ist das Begegnungscafe?

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