Berliner Büro gewinnt Planungswettbewerb für den Schulneubau am Kleinen See in Eutin

Die Architekten, die sich am Planungswettbewerb für die neue Schule am Kleinen See in Eutin beteiligt haben, standen vor einer großen Herausforderung. Laut Vorgaben sollte sie ein sichtbares Aushängeschild der Schulentwicklung im gesamten Kreis Ostholstein gestalten sowie ein nachhaltiges Gebäude mit Schwerpunkt auf Klimaschutz entwickeln. Und außerdem musste das Projekt so geplant werden, dass eine bauliche Umsetzung während des laufenden Schulbetriebes am Standort möglich ist.

Fachjury bewertete zwölf eingereichte Arbeiten

Eine Fachjury hatte vergangene Woche zwölf eingereichte Arbeiten für den Neubau der Grundschule bewertet. Den ersten Platz hat man dem Büro Staab Architekten GmbH mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin. „Das Modell zeichnet sich durch seine kleinteilige Struktur aus, welche hervorragend zum Standort passt. Die Architekten haben für den Ort geplant, der sich durch die Lage mitten in der Natur direkt am Kleinen See auszeichnet“, so Architekt Christian Lehmhaus. Er betreut den Wettbewerb für die Stadt Eutin.

So locker sind die Gebäude der Schule am Kleinen See angeordnet. (Foto: hfr)

Unterrichtsräume sind ebenerdig und großzügig geschnitten

Martin Klehs, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Tourismus bei der Stadt Eutin, zeigte sich hochzufrieden mit dem Wettbewerbsergebnis. „Das wird eine hervorragende Schule, die für neue Maßstäbe sorgen und den Schulstandort Eutin nachhaltig stärken wird. Sie ist individuell geplant und passt sich sehr gut an die örtlichen Gegebenheiten an. Die Unterrichtsräume befinden sich alle zu ebener Erde und sind großzügig geschnitten. Es gibt viele grüne Pausenmöglichkeiten zwischen den einzelnen Gebäuden. Der Verkehrsübungsplatz und die Kita bleiben vor Ort, sodass hier ein moderner Bildungsort mit vielen Möglichkeiten entsteht.“

Diverse Einrichtungen am Schulstandort

Das Projekt „Schule am Kleinen See“ besteht im Grunde aus drei Schulen. Neben der Grundschul-Außenstelle der Gustav-Peters-Schule sind dort das Förderzentrum Geistige Entwicklung (Schule am Papenmoor) und das Förderzentrum Lernen aus der Albert-Mahlstedt-Schule unterzubringen. Außerdem entstehen an dem 5000 Quadratmeter großen Standort eine offene Ganztagsschule, eine Dreifeld-Sporthalle, Außensportanlagen und ein Verkehrsübungsplatz. Insgesamt 320 Schüler sind hier später zu beschulen.

Bauvorhaben soll über 18 Millionen Euro kosten

Das vorhandene Schulgebäude und die Turnhalle sollen im Rahmen der Projektumsetzung, gegebenenfalls schrittweise, abgebrochen werden. Das Bauvorhaben ist mit rund 11,3 Millionen Euro für die Schule, circa 3,3 Millionen Euro für die Sporthalle und etwa 3,8 Millionen Euro für die Freianlagen (netto) budgetiert. Noch im Mai ist eine Ausstellung der drei preisgekrönten Modelle im Bauamt der Stadt Eutin geplant.

Volker Graap

Die Visualisierung des Siegerentwurfes zeigt den Zugang zur neuen Schule am Kleinen See. (Foto: Architekturbüro Staab)

 

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