Interkommunales Gewerbegebiet für Stockelsdorf und Bad Schwartau

Die Kommunen Stockelsdorf und Bad Schwartau wollen gemeinsame Sache machen – zumindest was die Gewerbetreibenden angeht.Die Kommunen Stockelsdorf und Bad Schwartau wollen gemeinsame Sache machen – zumindest was die Gewerbetreibenden angeht.

Ein starkes Signal zur Zusammenarbeit – Möglichkeiten werden ausgelotet

Die Kommunen Stockelsdorf und Bad Schwartau wollen gemeinsame Sache machen – zumindest was die Gewerbetreibenden angeht. Kurz vor den Osterferien haben sie zusammen mit Jens Meyer von der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH), einer Tochter des Kreises Ostholstein, einen Vorvertrag unterschrieben. Dieser Vorvertrag stellt eine Absichtserklärung der beiden Kommunen dar und ermöglicht der EGOH auszuloten, inwieweit sich ein interkommunales Gewerbegebiet an der L 185 zwischen Pohnsdorf und Bad Schwartau realisieren lässt.

„Gespräche dazu gab es schon vor Jahren“, erklärt Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben. „Wichtig ist es dafür die L 185 zu verlegen, um Pohnsdorf vom Verkehr zu entlasten.“ Diese Verlegung bezeichneten alle Beteiligten als großen Knackpunkt. Die Unterzeichnung sei „ein starkes Signal, dass beide Kommunen zusammenarbeiten“, so Bad Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann. „Wir wollen dieses große Projekt gemeinsam angehen.“

Gemeinsam soll das Projekt umgesetzt werden

Die EGOH, federführend in der Wirtschaftsentwicklung des Kreises, soll nun ausloten, was wirtschaftlich und umweltverträglich machbar ist. „Es gibt deutlich größere Nachfragen als Angebote, was Gewerbegrundstücke betrifft. Wir müssen Angebote schaffen“, so EGOH-Geschäftsführer Meyer. „Heute ist das Signal: Wir legen los. Die Planung benötigt etwa ein Jahr. Ende 2022 oder Anfang 2023 können wir sagen, ob es machbar ist oder nicht.“

Die Machbarkeitsstudie kostet rund 50 000 Euro, die die Kommunen und die EGOH zu gleichen Teilen auslegen. Sollte das Gewerbegebiet realisierbar sein, wird das über den Verkaufspreis refinanziert. Die Bruttofläche soll voraussichtlich 20 Hektar betragen, als Nettofläche für die Gewerbetreibenden bleiben zirka 60 Prozent übrig. Julia Samtleben schätzt, dass es etwa drei Jahre dauert, bis die Bagger anrollen können.

„Die wichtigste Botschaft ist heute, dass wir das gemeinsam tun. So haben wir größere Chancen, Visionen zu verwirklichen“, so Brinkmann abschließend. Anja Hötzsch

Unterzeichneten den Vorvertrag für ein interkommunales Gewerbegebiet: Jens Meyer, Geschäftsführer der EGOH, Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben und Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (v.l.). Foto: Anja Hötzsch

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