Bürgermeisterwahl in Bad Schwartau: Bewerber treffen aufeinander

Zwei Frauen und zwei Männer wollen Bürgermeisterin beziehungsweise Bürgermeister von Bad Schwartau werden beziehungsweise bleiben.

200 Zuschauer bei Kandidatenvorstellung in der Ludwig-Jahn-Halle – ebenso viele im Livestream

Zwei Frauen und zwei Männer wollen Bürgermeisterin beziehungsweise Bürgermeister von Bad Schwartau werden beziehungsweise bleiben. Das von der Stadt organisierte Aufeinandertreffen der Bewerberinnen und Bewerber verfolgten am Donnerstag, 21. April, rund 200 Zuschauer in der Ludwig-Jahn-Halle und ebenso viele im Livestream. Über 1000 Aufrufe hatte der Mitschnitt am nächsten Morgen bei Youtube. Rund drei Stunden lang äußerten sie sich zu vorher festgelegten Themen.

Bewerber stellten sich zunächst einzeln vor

Nach der Begrüßung durch den ersten stellvertretenden Stadtpräsidenten Hansjörg Thelen, der für die erkrankte Stadtpräsidentin Wiebke Zweig eingesprungen war, bat Moderator Carsten Kock die Kontrahenten um das Bürgermeisteramt auf die Bühne: Amtsinhaber Dr. Uwe Brinkmann (44, parteilos), Dr. Katrin Engeln (54), Einzelbewerberin und Stadtverordnete von Bündnis 90/ Die Grünen, Justin Heuer (20), parteiloser Einzelbewerber, und Nadine Wiederhold (46), parteilose Kandidaten, die von CDU unterstützt wird.

Zunächst bekamen jeder der vier Kandidaten die Bühne für sich allein, um in einer achtminütigen Rede dazulegen, warum sie die Bad Schwartauer Verwaltung führen möchten. Über die Reihenfolge entschied das Los.

Den Auftakt macht Nadine Wiederhold. Die 46-Jährige betonte wie auch in späteren Statements die Themen Kommunikation, Netzwerken und Präsenz. „Als Bürgermeisterin stehe ich in der Verantwortung und muss mich kümmern.“

Justin Heuer, der mit Abstand jüngste Bewerber, erklärte als Zweiter auf dem Podium, dass er mit seiner Kandidatur keinesfalls nur Erstwähler ansprechen möchte. „Es muss ein frischer Wind nach Bad Schwartau.“

„Sie kennen mich“: Mit diesen Worten begann Amtsinhaber Uwe Brinkmann. Die letzten sechs Jahre seien keine einfachen, aber erfolgreichen Jahre für Bad Schwartau gewesen. „Ich möchte das Schiff weiter auf Kurs halten.“

„Wer seine Stadt lieb, der macht sie besser“, sagte Katrin Engeln, die die Bühne als Vierte für sich hatte. Ihr Ziel sei es, das Miteinander in der Stadt zu stärken. „Wir könne Bad Schwartau nur gemeinsam gestalten.“

Schulnoten für die Stadt

Wie steht es um die Außenwirkung von Bad Schwartau, wollte Moderator Kock wissen und bat die Bewerber, Schulnoten für die Stadt zu vergeben. Aus Sicht von Justin Heuer bekäme Bad Schwartau für die Fassade eine 2, wenn man dahinter blickt aber nur eine 4-. Eine 3- vergab Nadine Wiederhold, da es viele Baustellen gäbe, die angegangen werden müssten. Der Bürgermeister mochte keine Zensur vergeben und formulierte es stattdessen so: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“

Viele Themen wurden angerissen

Im Laufe des Abends wurde dann eine Vielzahl von Themen aus den Bereichen Bildung, Kultur, wirtschaftliche Entwicklung und Infrastruktur angerissen. Konkret ging es bei den Fragen, die im Vorfeld per E-Mail eingegangen waren und auch in der Halle gestellt wurden, etwa um das Amtsgerichtsgebäude, Bad Schwartau als Kita- und Schulstandort, die Entwicklung der Stadtteile und die Schaffung von (bezahlbarem) Wohnraum. Bei den Antworten wurden die verschiedenen Perspektiven deutlich: die des Amtsinhabers, die der Kommunalpolitikerin und die der Bewerber von außen. Und weil am 8. Mai der Chef oder die Chefin der Bad Schwartauer Verwaltung gewählt wird und kein Politiker, der über Themen in Ausschüssen und Stadtvertretung mitbestimmt, blieben die Antworten manchmal im Allgemeinen.

Mitschnitt der Veranstaltung im Internet abrufbar

Der Mitschnitt der Veranstaltung kann noch bis zum Wahltag am 8. Mai und im Falle einer Stichwahl bis zum 22. Mai auf Youtube beziehungsweise über die Homepage der Stadt Bad Schwartau aufgerufen werden. Elke Spieck

Moderator Carsten Kock (Mitte) mit Dr. Katrin Engeln (v. l.), Dr. Uwe Brinkmann, Justin Heuer und Nadine Wiederhold. Foto: Elke Spieck

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