Dritter Stadtjäger im Bunde in Bad Schwartau

Bad Schwartau hat einen weiteren Stadtjäger dazu bekommen. Gleichzeitig wurde der Aufgabenbereich auch auf das Gemeindegebiet von Stockelsdorf erweitert.

Ab sofort sind die Stadtjäger auch für das Gemeindegebiet Stockelsdorf zuständig

Bad Schwartau hat einen weiteren Stadtjäger dazu bekommen. Gleichzeitig wurde der Aufgabenbereich auch auf das Gemeindegebiet von Stockelsdorf erweitert. Neben den bisherigen Stadtjägern Wolfgang Panten und Rasmus Fink, gleichzeitig auch Falkner, ist nun Filip Bälder-Panten der dritte im Bunde.

Auch das Aufgabengebiet wurde erweitert. Fanden bisher nur Beratungen in Stockelsdorf statt, so sind nun die drei Stadtjäger auch in Stockelsdorf mit der Stadtjägerei beauftragt. Die Untere Jagdbehörde des Kreises Ostholstein ernennt nach Abstimmung mit den zuständigen Hegeringen und auf Antrag der Ordnungsämter der Städte und Gemeinden die Stadtjäger für die Dauer von drei Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit ist ein erneuter Antrag notwendig.
Die Aufgaben eines Stadtjägers werden mit den Ordnungsämtern und den Hegeringleitern abgestimmt. „Die Aufgaben der Stadtjäger sind vielfältig und wurden im Laufe der Zeit immer anspruchsvoller“, erklärt Stadtjäger Wolfgang Scharf. „Mit zunehmender Sensibilität der Bevölkerung, verstärktem Zuzug von Wildtieren in die befriedeten Bereiche und vermehrt auftretenden Tierseuchen hat sich in den letzten Jahren ein zunehmendes Konfliktpotential aufgebaut.“

Prävention und Lebendfallen

Zu den Aufgaben gehören der Abbau von Überpopulationen, das tierschutzgerechte Töten, Bergen und Entsorgen von Tieren nach Wildunfällen, die Beratung der Bürger und Hilfestellung bei Problemen mit Wildtieren, die Bekämpfung von Tierseuchen in Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Amtstierarzt und schließlich auch die Jugendarbeit mit Führungen und Unterrichtsstunden im „Klassenzimmer im Grünen“.

Die Stadtjäger verwenden unterschiedliche Jagdmittel für ihre Tätigkeit innerhalb der befriedeten Bereiche wie beispielsweise Wohngebiete. Waschbären werden in Lebendfallen gefangen. Bei Steinmardern setzen die Stadtjäger eher auf Prävention mit Ultraschallgeräten, die für eine bestimmte Zeit an die Bürger kostenfrei verliehen werden und nach maximal drei Monaten zurückgegeben werden sollen.

Wild im Stadtgebiet

Rehwild und Schwarzwild kann ohne zusätzliche Freigabe durch die Untere Jagdbehörde nur in den Schwartauwiesen erlegt werden. „Die Rehpopulation innerhalb der Gemeinden ist ein ungelöstes Problem“, gesteht Stadtjäger Wolfgang Scharf ein. „Das wird in diesem Jahr unser Schwerpunkt. Zunächst werden wir im Moorwischpark den Bestand erfassen und anschließend das taktische Vorgehen beschließen.“ Ziel sei es in diesem Jahr noch zwei bis drei Abschüsse hinzubekommen.

„Das Schwarzwild dagegen konnte bisher aus den eigentlichen Stadtgebieten und dem Kurpark ferngehalten werden“, ergänzt Scharf. „Hier ist das rechtzeitige Mähen der Schwartauwiesen und damit das Wegnehmen der Deckung die wichtigste Maßnahme. Sie muss unbedingt jährlich durchgeführt werden.“

Auf die Frage, ob denn die ehrenamtliche Aufgabe der Stadtjagd trotz der immer anspruchsvolleren Arbeit überhaupt Spaß bringe, antworten die bisherigen und auch der neue Stadtjäger übereinstimmend mit einem klaren „Ja, unbedingt!“.

Sie sind ehrenamtlich mit der Stadtjägerei in Bad Schwartau und neuerdings auch für das Stockelsdorfer Gemeindegebiet beauftragt: (v.l.) Stadtjäger Filip Bälder-Panten, Stadtjäger Wolfgang Scharf und Stadtjäger und Falkner Rasmus Fink. Foto: hfr

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