Lübeck Buntekuh: Mitmachen bei Urban Gardening, Kultur oder Sport

Im Lübecker Stadtteil Buntekuh startet im nächsten Jahr die Bebauung eines Geländes für das neue „Wiesentalviertel“.

Hamburger Projektentwickler eröffnet „Keimzelle“ für Zwischennutzung der künftigen Baufläche des neuen Wiesentalviertels in Buntekuh

Es ist ungewöhnlich und faszinierend zugleich: Im Lübecker Stadtteil Buntekuh startet an der Moislinger Allee 122-124 im nächsten Jahr die Bebauung eines 3,8 Hektar großen Geländes mit circa 480 Wohnungen für das neue „Wiesentalviertel“. Damit die Fläche bis 2023 nicht ungenutzt brach liegt, erteilte der Investor Bouwfonds Immobilienentwicklung (BPD) der Hamburger Projektentwicklung Urban Future GmbH den Auftrag, von April bis mindestens Oktober 2022 für künftige und im Umfeld wohnende Nachbarn aus dem Quartier sowie weitere Interessierte eine attraktive Zwischenlösung für das Areal zu finden.

Bevor Baufahrzeuge anrollen, soll die Fläche nun für ein in Lübeck einmaliges Gemeinschaftsprojekt zur Verfügung stehen: Dazu wird eine „Keimzelle“ initiiert, die ihre Pforten am Freitag, 25. März, 14.30 Uhr, mit Kaffee und Kuchen auf dem hinteren Teil des Grundstückes öffnet. Im Zentrum der „Keimzelle“ steht die Begegnung für Nachbarn und alle, die sich an dem außergewöhnlichen Projekt beteiligten möchten. „Zwei Raummodule mit einer Fläche von 30 Quadratmetern, Teeküche und WC bieten Platz für die unterschiedlichsten Aktivitäten“, verrät Sureija Gotzmann, Projektentwicklerin von Urban Future. Im Außenbereich soll ein Gemeinschaftsgarten mit Obstbäumen und Wildblumen entstehen.

Viele Pläne für die Zukunft

Dort sind der Verein Hanse Obst und die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Lübeck (AGU) in Zusammenarbeit mit begeisterten Gartenfreunden und Hobbygärtnern vom Frühjahr bis in den Herbst am Werk. „Vor Baubeginn in 2023 soll eine Umsetzung der Pflanzen an geeignete Standorte in dem neuen Wohnviertel erfolgen“, versichert die Projektentwicklerin. Als weitere Aktivitäten auf der Fläche sind Sportkurse, Kaffeerunden mit nachbarschaftlichem Austausch, Initiativen-Treffen und weitere kreative Ideen in der „Keimzelle“ und drum herum erwünscht. „Vieles ist möglich“, freut sich Sureija Gotzmann auf möglichst großes Engagement aller Interessierten.

Neben der Besichtigung der zwei Module gibt es am kommenden Freitag jeweils um 15 und 16 Uhr geführte Erkundungsrundgänge über die große Fläche. Erste gemeinsame Pflanzaktionen sollen an diesem Tag bereits erfolgen. Street-Art-Künstler gewähren zudem Einblicke aus nächster Nähe in ihre Arbeiten.

Darüber hinaus sind von April bis Oktober öffentliche Veranstaltungen und Aktivitäten für große und kleine Interessierte geplant. Für den Sommer soll es belebende Mitmach-Kunstprojekte, Street-Art-Ausstellungen und Installationen der Initiative „Out For Art“ auf weiteren 2000 Quadratmetern der Fläche geben.

Interessierte melden sich an bis Montag, 21. März, unter über https://bit.ly/36Pc832 oder wiesentalviertel@urbanfuture.com. Der Zugang zur „Keimzelle“ befindet sich links vom Stadtteilpark Wiesental, von der Moislinger Allee führt der Weg zu Fuß rechts am Bauzaun entlang bis zur Keimzelle am Ende der Fläche. Monika Poppe-Albrecht

„Keimzelle“ in Entstehung: Noch ist das Gelände verschlossen, das ab 25. März mit der Eröffnung für Aktivitäten von Kunst bis Kultur und Sport oder Urban Gardening geöffnet werden soll. Foto: M. Poppe-Albrecht

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