Brachiale Produzentengalerie: Ausstellung im Haerder Center

Im ersten Stock des Haerder Centers laden die Künstlerinnen Berit Kröner und Mirja Schellbach zur außergewöhnlichen Ausstellung ein.

Berit Kröner und Mirja Schellbach zeigen dort Fotografien, Collagen und Objekte

Kunstausstellungen werden überwiegend in zeitaufwendigen Überlegungen und Planungen von den Künstlern vorbereitet, Bilder gehängt, Objekte aufgestellt, bevor die Besucher das Ergebnis sehen dürfen. In der Produzentengalerie „Die Brachiale“ ist es einmal umgekehrt: Auf einer leeren 400 Quadratmeter großen Fläche im ersten Stock des Haerder Centers laden die Künstlerinnen Berit Kröner und Mirja Schellbach zum täglichen Miterleben ihrer wachsenden und außergewöhnlichen Ausstellung ein.

Seit dem 1. März bestücken sie die große Fläche Tag für Tag mit jeweils drei Exponaten. Ob Fotografien, Collagen oder Objekte: Alles steht im Dialog miteinander. Beide Künstlerinnen nehmen sich viel Zeit und im wahrsten Sinne sehr viel Raum für die Überlegungen, wie ein weiterer Schlagabtausch mit Blickachse zum nächsten Ausstellungsstück aussehen kann. Nach zwei Cocktailsesseln folgte ein langer Maschendrahtzaun, eine Holzbank wurde schon mehrfach umgestellt.

Künstlerischer Dialog im Haerder-Center

„Wir wollen über Verbindungen zum Dialog kommen“, erklärt Mirja Schellbach. Wobei Verbindungen gleich auch politisch gedacht werden, aber nicht im Vordergrund stehen sollen. In einem Baum macht sie die sozialen Verästelungen sichtbar. Mainstream, Underground, Abseits. „Wir als kleine Menschen sind doch alle miteinander verbunden“, sagt sie. „Ob ‚ich und du‘ oder ‚du und ihr‘, es geht doch immer um ein Gemeinschaftsgefühl.“

Berit Kröner macht in ihren Arbeiten die Natur sichtbar, präsentiert Collagen, sät Gras aus und präsentiert spannende natürliche Formen. „Die Natur setzt sich immer durch“, sagt sie und denkt dabei an Fotokünstler wie Wolfgang Tillmanns oder Andy Goldsworthy.

Beide Künstlerinnen haben ihr großes Spielfeld abgesteckt. „Es ist das Pflaster unserer Experimente“, sagt Mirja Schellbach über die bisher ungewöhnliche Art der Präsentation. Interessierte dürfen gespannt sein und sind eingeladen, einen spannenden Zickzack der entstandenen und noch entstehenden Verbindungen mitzuerleben. Videokameras zeichnen den gesamten Prozess aus den vier Ecken des Raumes auf. Er ist täglich auf einem neuen Instagram-Account zu sehen. Bis zum 31. März soll die Ausstellung wachsen und einen experimentellen Dialog entstehen lassen.

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 10 bis 16 Uhr, Donnerstag bis Sonnabend 15 bis 22 Uhr, Midissage: 17. März um 18 Uhr, Finissage: 31. März, 18 Uhr. Internet: www.diebrachiale.de oder instagram: @diebrachiale

Künstlerischer Schlagabtausch und Dialog: Berit Kröner (links) und Mirja Schellbach innerhalb der wachsenden Kunstausstellung im Haerder Center. Foto: M. Poppe

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