Eutin, Süsel, Malente, Timmendorfer Strand: Überall bereitet man sich auf Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge vor

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft der für ukrainische Flüchtlinge ist groß. Zahlreiche Sachspenden sind bis dato beim Baubetriebshof eingetroffen.

Auch in unserer Region laufen die Vorbereitung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine an. Die Verwaltungsgemeinschaft Eutin/Süsel sucht kurzfristig innerhalb des Stadtgebietes Eutin und im Gemeindegebiet Süsel Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet der Ukraine. Für Angebote steht das Integrationsbüro unter Telefon 04521 4017011 oder per E-Mail an integrationsbuero@eutin.de zur Verfügung.

Langfristig oder kurzfristig – alle Angebote helfen

Bürgermeister Carsten Behnk bittet die Bürger um Mithilfe: „Der schreckliche Krieg in der Ukraine, mitten in Europa, macht uns traurig und fassungslos. Ich möchte Sie bitten, uns in dieser Lage zu unterstützen. Auch wir erwarten Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet, die wir willkommen heißen, aufnehmen und versorgen werden. Gerne nehmen wir Ihre Angebote entgegen, wenn Sie Geflüchtete privat aufnehmen können. Derzeit helfen alle Angebote, egal ob längerfristig oder auch als Übergangslösung zum Beispiel in einer Ferienwohnung.“

Wer verfügt über ukrainische Sprachkenntnisse?

Ebenfalls benötigt werden laut Stadtverwaltung Spenden in Form von Töpfen, Pfannen, Geschirr und Besteck. Es sollte sich um saubere und gebrauchsfähige Dinge handeln, um allen Beteiligten die Arbeit zu erleichtern. Und wer über ukrainische Sprachkenntnisse verfügt und beim Übersetzen helfen kann, möge sich ebenso beim Integrationsbüro melden.

Auch die Malenter Verwaltung bittet um Hilfe

Für den Fall, dass auch Geflüchtete aus der Ukraine in Malente Schutz suchen, wünscht sich Bürgermeisterin Tanja Rönck, „dass wir als Gemeinde den Betroffenen helfen und mit einem Willkommen unterstützen“. Dafür benötige die Gemeindeverwaltung die Hilfe der Bevölkerung. Vorrangig werde dringend Wohnraum benötigt, da die Gemeinde bereits jetzt Schwierigkeiten habe, Geflüchtete aus allen Regionen unterzubringen. Wer Wohnraum – auch nur temporär – zur Verfügung stellen würde, setzt sich mit der Verwaltung per E-Mail an Ordnungsamt@gemeinde-malente.landsh.de oder unter Telefon 04523 992014 in Verbindung.

Malenter Kleiderkammer ist gut gefüllt

Mit Bekleidung und Spielsachen ist die Malenter Kleiderkammer derzeit gut gefüllt. „Wenn diese Dinge gebraucht werden, werden wir uns kurzfristig melden. Bitte sehen Sie aktuell noch von diesen Spenden ab“, sagt Tanja Rönck. Helfende Hände werden aber immer gesucht. Infos gibt es bei Benjamin Schwatlo unter Telefon 0174 3610338 oder per E-Mail an umsonstladen-malente@gmx.de.

Geflüchteten soll unkompliziert geholfen werden

Wer dabei helfen kann, die Sprachbarriere zu überwinden und über ukrainische Sprachkenntnisse verfügt, kann sich ebenfalls an die Gemeindeverwaltung wenden – unter Telefon 04523 992044 oder per E-Mail an Ordnungsamt@gemeinde-malente.landsh.de. „Ich hoffe, wir können gemeinsam dazu beitragen, den hier ankommenden Geflüchteten unkompliziert zu helfen. Herzlichen Dank an alle, die hierzu in irgendeiner Form beitragen möchten!“, so die Bürgermeisterin abschließend.

Helferbörse von Timmendorfer Strand trifft sich

Bei der Helferbörse von Timmendorfer Strand bereitet man sich auf den Flüchtlingsstrom aus der Ukraine vor. Am kommenden Sonnabend, 12. März, findet um 10 Uhr ein Treffen für jedermann in der Mensa der GGS-Strand Europaschule in der Poststraße 36c in Timmendorfer Strand statt. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen wie: Was können wir tun? Wer möchte Spenden zur Verfügung stellen? Wer kann Unterkünfte zur Verfügung stellen? Wer kann übersetzen? Wer kann Behördengänge mit begleiten?

Jeder Bürger kann teilnehmen!

„Jeder Bürger kann teilnehmen“, erklärt Steffen Schulze von der Gemeinde Timmendorfer Strand. „Wir würden uns über eine große Beteiligung freuen.“ Für Rückfragen stehen Doerte Wendt, Telefon 04503 807137 oder E-Mail d.wendt@timmendorfer-strand.org, und Steffen Schulze, Telefon 04503 807142 oder E-Mail s.schulze@timmendorfer-strand.org, zur Verfügung. Beim Treffen der Helferbörse gilt die 3G-Regel.

Volker Graap

(Symbolfoto: Pixabay.de)

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