Lübecker Goldschmiedin Caroline Rügge zeigt in Eutin „Fantasien in Gold und Silber“

Die diplomierte Metallgestalterin und Goldschmiedin Caroline Rügge stellt mehr als dekorativen Schmuck oder praktische Gefäße her. Sie sprengt Grenzen und kreiert spannungsreiche Arbeiten zwischen Nutzbarkeit und purer Ästhetik. Das Ostholstein-Museum am Schlossplatz 1 in Eutin widmet der Künstlerin eine Ausstellung, die ab dem 6. März 12 Uhr geöffnet ist.

Mitglied im Berufsverband Angewandte Kunst

Seit 1996 betreibt Caroline Rügge in der Lübecker Altstadt eine Galeriewerkstatt. „Mit ihren individuellen Arbeiten hat sie sich weit über die norddeutsche Kunstszene hinaus einen Namen gemacht“, betont Museumsleiterin Dr. Julia Hümme. Ihr war die besondere Kunstfertigkeit der Hanseatin bereits auf den Jahresausstellungen des Berufsverbandes Angewandte Kunst aufgefallen. Sie hatte die Sonderausstellung ursprünglich schon 2020 geplant – wegen Corona musste die Schau vertagt werden.

Druckfrisches Buch über ihr künstlerisches Schaffen

Doch die Zeit der Pandemie hat Caroline Rügge genutzt. „Ich fühlte mich wie zurückgeworfen auf eine einsame Insel. Die Insel war mein Haus, und ich habe einmal näher betrachtet, was sich dort an Werken alles angesammelt hat.“ Daraus ist das umfangreiche Buch „Summa Summarum“ entstanden, das einen Einblick in die Entwicklung der Künstlerin gibt und jetzt druckfrisch in Eutin erhältlich ist.

„Möchte Feinheiten und Seele des Materials hervorheben“

Wie ein roter Faden zieht sich ein Anliegen durch das Gesamtwerk von Caroline Rügge. „Ich möchte die Feinheiten und die Seele des Materials hervorheben. Und manchmal kann man auch im Hässlichen das Schöne finden. Ein Stein mit Macken kann schöner sein, als ein glattes Exemplar“, sagt sie. Im Altstadtgarten ausgegrabene Glasscherben oder Knochen sowie andere Fundstücke dienen Caroline Rügge häufig als Inspirationsquelle für außergewöhnliche Colliers, Ringe oder Ketten, für Teekannen und Objektkunst. Um dieses Zusammenspiel zu illustrieren, präsentiert die 62-Jährige  nicht nur das Endergebnis in den Vitrinen, sondern auch den Auslöser – vom Tierschädel bis zur Fotografie aus dem prachtvollen Venedig.

Caroline Rügge bietet auch Führungen an

Die Ausstellung „Fantasien in Gold und Silber“ ist noch bis zum 1. Mai im Ostholstein-Museum zu bestaunen. Caroline Rügge selbst ist am 6., 13. und 20. März sowie am 24. April persönlich für interessierte Besucher anwesend. An diesen Tagen finden in der Regel jeweils um 12 und 15 Uhr Führungen mit ihr statt, für die man sich per E-Mail an info@oh-museum.de anmelden sollte.

Volker Graap

Die Lübecker Goldschmiedin Caroline Rügge stellt im Eutiner Ostholstein-Museum Kunst aus. (Foto: Graap)

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