Warnstreik: Stadtverkehr-Busse fahren am Dienstag in Lübeck nicht

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag, 15. Februar, einen Streik beim Stadtverkehr Lübeck angekündigt. Denn die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband sind ins Stocken geraten. Darum fahren am Dienstag keine Busse des Stadtverkehrs in Lübeck.

Forderung der Busfahrer: 1,50 Euro pro Stunde mehr

1,50 Euro mehr pro Stunde für die Beschäftigten in den Busunternehmen in Schleswig-Holstein. Rückwirkend zum 1. Januar 2022. Das ist die Forderung der Gewerkschaft Verdi in den laufenden Tarifverhandlungen. Doch der Kommunale Arbeitgeberverband lehnt ab, bietet stattdessen eine Erhöhung um 1,5 Prozent ab dem 1. Januar 2023 an. Außerdem sollen die Beschäftigten eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von netto 600 Euro für das Jahr 2022 erhalten.

„Forderung von Verdi überhöht“

„Die Forderung der Gewerkschaft bleibt deutlich überhöht und kann vom öffentlichen Nahverkehr der Städte in Zeiten rückläufiger Fahrgastzahlen und Corona-bedingter Mehrkosten nicht gestemmt werden“, sagt Wilfried Kley, Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite. Die Entgelte der Busfahrer hätten sich seit 2011 um knapp 30 Prozent erhöht, sagen die Arbeitgeber. Ein typisches Monatsentgelt läge demnach zwischen 3280 Euro und 3741 Euro brutto. 

Stadtwerke-Busse fahren am Dienstag nicht

Um ihre Forderung nun doch noch durchzudrücken, hat Verdi zu einem Warnstreik beim Stadtverkehr Lübeck aufgerufen. Er beginnt am Dienstag, 15. Februar, um 3 Uhr morgens und geht bis zum Folgetag um 1 Uhr nachts. Dann wird in Lübeck kein Bus des Stadtverkehrs fahren. Auch die Priwallfähre wird bestreikt. Fußgänger und Radfahrer aber fährt die Fähre stündlich zur vollen Stunde zum Priwall und zurück. Zudem sind die Servicebüros des Stadtverkehrs in Lübeck und in Travemünde am Dienstag geschlossen. Nicht vom Streik betroffen sind die Linien der Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft (LVG). Oliver Pries

Foto: Lutz Roeßler

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