Skandinavienkai Travemünde: Anleger für riesige Schiffe geplant

Skandinavienkai Travemünde Anleger

Das Land Schleswig-Holstein fördert den Neubau des Anlegers 5 am Skandinavienkai mit rund 13,3 Millionen Euro. Dort sollen künftig die ganz großen Frachtschiffe mit bis zu 250 Metern Länge anlegen. Die Gesamtkosten werden auf rund 23 Millionen Euro geschätzt.

Lübecker Hafen soll sich entwickeln

Mit dem Neubau am Skandinavienkai will  Lübeck einen weiteren Meilenstein für die bedarfs- und zukunftsgerechte Entwicklung des Hafens setzen. Denn der Anleger 5 wird für die neuen Schiffsgenerationen von bis zu 250 Meter Länge und 38 Meter Breite ausgebaut. „Nach dem Beschluss des Hafenentwicklungsplans 2030 folgen die zielgerichteten Investitionen in eine moderne Hafeninfrastruktur. Die Hansestadt Lübeck plant, baut und sichert nachhaltiges Wachstum an Lübecks Kaikanten. Ich danke dem Land Schleswig-Holstein für die Förderung der Maßnahme“, so Bürgermeister Jan Lindenau anlässlich der Übergabe des Förderbescheides.

Land unterstützt den Skandinavienkai

„Der Skandinavienkai ist schon heute eines der leistungsfähigsten RoRo-Terminals an der gesamten Ostseeküste. Mit dem Neubau wird er das auch bleiben. Das Land unterstützt daher gerne dabei, dass der Hafenstandort Lübeck auch für die nächste Frachtschiff-Generation gerüstet ist“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

Neue, größere Schiffe kommen nach Travemünde

Die Betreiberin der Anlage, die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), sieht dem neuen Anleger mit Spannung und Vorfreude entgegen. Gleich drei Reedereien kommen in diesem Jahr mit neuen, größeren Schiffen an den Skandinavienkai. LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens: „Damit brechen wir gemeinsam mit unseren Reederkunden in die Zukunft auf. Die Schiffsgeneration, die in wenigen Monaten in unseren Hafen einläuft, bietet deutlich mehr Laderaum und punktet durch neue Technologien vor allem auch in Umweltbelangen.“

Liegewand mit fast 250 Metern Länge

Die neue Liegewand hat eine Länge von 241,50 Metern und besteht aus einer innovativen Kaikonstruktion, einer sogenannten aufgelösten Spundwand. Dabei handelt es sich um eine Wellenwand mit 201 Doppelbohlen mit einer Länge von 20,50 Metern und 63 Tragrohren aus Stahl mit einem Durchmesser von 1220 x 16 Millimetern und einer Länge von 25,40 Metern. Die Heckwand hat eine Breite von 39,50 Metern und wird in gleicher Art und Weise hergestellt. Es werden rund 4.250 Quadratmeter Hafenfläche (Landfläche) zur Gewinnung der erforderlichen Wasserflächen abgebrochen. Um diese Abmessungen realisieren zu können, wird der neue Anleger 5 gegenüber dem Bestand um rund sieben Grad in die Landfläche eingedreht. Pressemitteilung Hansestadt Lübeck

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