400 Jahre Stadtbibliothek Lübeck wird 2022 groß gefeiert

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm feiert die Stadtbibliothek Lübeck in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen.

Zum Auftakt gibt einen Konzert und einen Schreibwettbewerb

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm feiert die Stadtbibliothek Lübeck in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen.

1622 in den Räumen eines ehemaligen Katharinenklosters gegründet, ist die Bibliothek im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Einrichtung mit zirka einer Millionen Medien gewachsen. Dabei ist der Altbestand – die älteste Handschrift stammt aus dem 11. Jahrhundert – genauso vertreten wie neue digitale Angebote – zum Beispiel Ebooks und Streaming-Dienste.

Vom Schlafsaal der Mönche zur Bibliothek für alle

Heute ist die Bibliothek der Hansestadt Lübeck eine Kultur- und Bildungseinrichtung für alle Menschen aller Altersgruppen und Herkunftsmilieus zum Lernen, Arbeiten und zur Unterhaltung. Mit einem großen Medienangebot, vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten und einem breiten Veranstaltungsprogramm können nahezu alle Anliegen und Wünsche erfüllt werden.
„Etwa 40 Kriegsjahre und drei Epidemien hat die Bibliothek in 400 Jahren gesehen“, bilanziert Gerald Schleiwies, Bibliotheksdirektor, im Rückblick. „Dazu kommen 30 Leitungen, darunter zehn hauptamtliche Direktoren.“ Heute gibt es neben der Zentralbibliothek in den vier Stadtteilen Moisling, Kücknitz, Travemünde und Marli jeweils kleinere Stadtteilbibliotheken.

Das 400-jährige Jubiläum wird 2022 groß gefeiert. Während des gesamten Jahres sind viele, sehr unterschiedliche Veranstaltungen in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken geplant. Stefanie Hundsberger, Veranstaltungsorganisation: „Die Planung des Jubiläumsprogramms in Pandemiezeiten hat uns alle vor Herausforderungen gestellt. Wir freuen uns jetzt auf die Feste und Begegnungen mit hoffentlich vielen begeisterten Besucher:innen.“

Es gibt Lesungen für Kinder und Jugendliche, Vorträge und Ausstellungen zum Altbestand. „Insbesondere Projekte wie die zum Altbestand tragen dazu bei, dass einzigartige Bestände der Stadtbibliothek der weltweiten Forschung zugänglich gemacht werden können“, erklärt Angela Buske, Leitung der Altbestandsabteilung. Ergänzt wird das umfangreiche Programm durch vielfältige Musikveranstaltungen von Klassik bis Jazz, zwei großen Bibliotheksfesten, einer Gruselnacht, Theater, Mitmachaktionen und einem Schreibwettbewerb.

Das Veranstaltungsprogramm zeigt die Vielfältigkeit der Einrichtung

Die Stadtbibliothek sucht die besten Geschichten unter dem Motto „Abenteuer Bibliothek – vom Lieblingsort bis zum Küstenkrimi“. Die Stadtbibliothek ruft begabte Literaten ab neun Jahren zur Teilnahme auf, ihre Liebe zum Buch, zur Bibliothek und zum Lesen in Kurzgeschichten oder Gedichten auszudrücken.

Bis Donnerstag, 31. März, können die Einsendungen unter Angabe von Titel, Wörterzahl, Name, Alter, Adresse und Telefonnummer / E-Mail-Adresse auf folgenden Wegen in der Stadtbibliothek eingereicht werden: persönlich, per E-Mail an veranstaltungen.stadtbibliothek@luebeck.de oder per Post.

Am Montag, 24. Januar, um 19 Uhr wird es ein Benefiz-Konzert mit Michael Fuerst geben. Die musikalische Anziehungskraft Norddeutschlands um 1700 war erheblich. Zwei Tastenvirtuosen, die beide in Lübeck ihre letzte Ruhestätte fanden, trugen wesentlich dazu bei: Johann Adam Reincken und Dieterich Buxtehude. Das Programm des Barock-Konzertes verbindet einfallsreiche Cembalo-Stücke dieser hanseatischen Komponisten mit frühen Werken Johann Sebastian Bachs.

Ausgewählt und vorgetragen werden die Stücke von Michael Fuerst. Der gebürtige Amerikaner studierte an der Eastman School of Music, wo er Cembalounterricht bei Arthur Haas hatte. 1994 kam er nach Deutschland.

Ein Mönch bestaunt die mehrstöckige Torte zum Jubiläum der Stadtbibliothek. Foto: Hansestadt Lübeck

 

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