Sturmtief „Nadia“: Zahlreiche Einsätze in Lübeck und in Ostholstein

Sturm Einsätze Lübeck Ostholstein

Das Sturmtief „Nadia“ hat den Norden am Wochenende ordentlich geschüttelt. Allein 149 Polizeieinsätze wegen des Sturms sind in Lübeck angefallen, Ostholstein traf es nicht ganz so schlimm.

262 Einsätze in Lübeck und Ostholstein

Zu insgesamt 262 Einsätzen mussten die Beamten der Polizeidirektion in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag ausrücken. 149 davon entfielen auf die Hansestadt Lübeck, 113 auf den Kreis Ostholstein. Zu schweren Unfällen ist es aber glücklicherweise nicht gekommen, so die Polizei.

Viele umgewehte Bäume

Der häufigste Einsatzgrund lautete laut Polizei „umgewehte Bäume“. In der Lübecker Ziegelstraße war ein großer Baum auf die Straße gekracht. Hier – wie auch an vielen anderen Stellen – musste die Straßen zeitweilig gesperrt werden. Im ostholsteinische Wangels kippte eine Pappel auf einen Pkw und beschädigte diesen erheblich. In der Wallbrechtstraße in Lübeck riss der Sturm eine sogar Lärmschutzmauer ein.

Sturm Einsätze Lübeck Ostholstein
In der Lübecker Ziegelstraße fiel eine Tanne um.

45 Einsätze in Eutin

Am Wochenende waren auch die drei Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Eutin ordentlich gefordert. Die Ortswehren Eutin, Fissau-Sibbersdorf und Neudorf, arbeiteten von Freitagabend 19 Uhr bis Sonntagabend 22 Uhr insgesamt 45 Einsätze ab. Es handelte sich überwiegend um Unwettereinsätze.

Gasgeruch am Baumarkt und verkohlte Pizza

Der erste Einsatz ereilte die Einsatzkräfte der Feuerwehr Eutin am Freitag. Im Außenbereich eines Baumarktes wurde ein Gasgeruch gemeldet, welcher durch die Einsatzkräfte bei Eintreffen bestätigt werden konnte. Die Ursache haben die Kameraden zügig erkundet und schnell behoben. Ein um 22.02 Uhr gemeldeter Zimmerbrand in der Riemannstraße führte zur erneuten Alarmierung der Eutiner Wehr. Angebranntes Essen – eine Pizza im Backofen – gab hier Anlass zur Alarmierung der Feuerwehr. Vor Ort mussten lediglich Belüftungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Am Sonnabend und Sonntag hatten es die Einsatzkräfte vor allem mit Sturmschäden zu tun.

Feuerwehren kümmerten sich um umgestürzte Bäume

Von Samstagabend bis Sonntagnachmittag sorgte dann das Sturmtief „Nadia“ für diverse Sturmeinsätze im Eutiner Stadtgebiet, welche alle drei Ortswehren forderte. Hierbei handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume sowie Äste und Bäume, welche zu fallen drohten. Des Weiteren wurden aber auch unter anderem ein Bauzaun, ein Trampolin und Fassadenteile gesichert. Auch die Eutiner Wehr selbst musste an ihrem Feuerwehrhaus ein Leuchtschild sichern, das der Sturm aus der Verankerung gepustet hatte.

Mal wieder Containerbrände in Neudorf

Zusätzlich zu diesen Einsätzen führte aber auch die Auslösung einer Brandmeldeanlange eines Alten- und Pflegeheimes in der Peterstraße zur Alarmierung aller drei Feuerwehren um 8.42 Uhr am Sonntagmorgen. Abschließend führten zwei Containerbrände in der Plöner Landstraße um 18.42 und 20.43 Uhr zum Ausrücken der Feuerwehren Eutin und Neudorf. Mit Containerbränden haben es die Blauröcke dort immer wieder zu tun.

Polizei hatte 113 Einsätze im Kreis – keine schweren Unfälle

Die Polizei musste in der Sturmnacht von Sonnabend auf Sonntag insgesamt zu 113 Einsätzen im Kreis Ostholstein ausrücken. Zu schwereren Unfällen kam es jedoch nicht. Erwähnenswert sind Ereignisse auf der Fehmarnsundbrücke. Dort kippte um 22 Uhr ein Kleintransporter mit Planenaufbau durch den starken Wind um. Der Fahrer blieb allerdings unverletzt. Nachdem die Feuerwehr die Plane von zerschnitten hatte, konnte das Fahrzeug wieder aufgerichtet werden. Außerdem fuhr dort gegen 0.45 Uhr ein Pkw in die Baustellenabsperrung auf der Brücke. Die Fahrzeugführerin erlitt leichte Verletzungen und steht im Verdacht, alkoholisiert gefahren zu sein.

Sturm Einsätze Lübeck Ostholstein

Fehmarnsundbrücke zeitweise voll- und teilgesperrt

Mit wechselnden Windgeschwindigkeiten wurde die Fehmarnsundbrücke zeitweise voll- und teilgesperrt. So mancher Verkehrsteilnehmer traute der Freigabe der Brückenanzeige nicht, weil sie den Hinweis nicht mit ihren Beobachtungen in Einklang bringen konnten. Im Windschatten von schweren Feuerwehrfahrzeugen wurden einige der Verkehrsteilnehmer über die Fehmarnsundbrücke begleitet.

Pressemitteilungen FFW Stadt Eutin/Polizeidirektion Lübeck

Fotos: Feuerwehr Eutin / Holger Kröger

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