Stadtwerke Eutin planen gemeinsam mit zwei Landeigentümern Solarpark in Liensfeld

Solarpark

Die Stadtwerke Eutin GmbH sieht sich als kommunales Energieunternehmen in der Verantwortung, die Energiewende maßgeblich mitzugestalten. Deshalb planen die Verantwortlichen mit örtlichen Landeigentümern die Errichtung eines Solarparks in Liensfeld. Zur Umsetzung steht die Gründung einer Projektgesellschaft bevor.

Flächen liegen zentral zwischen bestehenden Windparks

Geplant ist ein 23 Hektar großer Solarpark im Gebiet der Gemeinde Bosau. Die Flächen hierfür liegen zentral zwischen zwei bestehenden Windparks. „Über die Kombination ergibt sich eine nachhaltige Nutzung. Denn die Erzeugungsarten ergänzen sich. Die bestehende Infrastruktur könnte gemeinschaftlich zum Energietransport genutzt werden“, teilen die Stadtwerke mit.

Areal wird gleichzeitig für Landwirtschaft genutzt

Mit dem Solarpark möchte die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele leisten. Dabei legt sie besonderen Wert auf die Vereinbarkeit von Natur- und Landschaftsschutz. „Es ist eine gleichzeitige Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für die Nahrungsmittelproduktion und die Haltung von Schafherden auf den Flächen des Solarparks geplant“, erläutert Gesellschafter und Landeigentümer Jan-Henning Wülfken.

Zusätzlich ist auch eine Aufforstung in Planung

Wie der Landwirt erklärt, sollen Kulturen unterhalb der hochgebauten Photovoltaik-Module angebaut werden. Auf diese Weise erzeugen die Module nicht nur klimafreundlichen Strom. Sie würden gleichzeitig auch als Beschattungs- und Schutzobjekte der Tiere und Pflanzen dienen. Des Weiteren ist eine umfangreiche Aufforstung rund um den Solarpark in zwei Phasen mit einer Gesamtfläche von etwa acht Hektar vorgesehen.

„Grüne Energie“ aus der Nachbarschaft und bezahlbar

Der neu erzeugte Ökostrom aus der Region soll auch den Menschen in der Region zugute kommen. „Die Stadtwerke freuen sich, ihren Kunden zukünftig ,grüne Energie’ aus der Nachbarschaft zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Dies ist ein wichtiger Schritt für eine regionale, klimaneutrale Energieversorgung“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Mißling.

Ein erfahrener Projektentwickler ist mit im Boot

Außerdem wollen die Gesellschafter für eine zuverlässige und professionelle Realisierung des Projektes mit dem erfahrenden Projektierer Denker & Wulf zusammenarbeiten. „Die Denker & Wulf AG hat in der Vergangenheit in unserer Region ihre Expertise unter Beweis gestellt. Beispiele sind die Planung des Windparks Hutzfeld und des Photovoltaik-Projekts in Gothendorf. Diese Synergieeffekte wollen wir für unser Projekt nutzen. Wir freuen uns, dass wir mit der Denker & Wulf AG einen starken Partner zur Realisierung unseres Solarparks an unserer Seite haben“, sagt Mitgesellschafter und Landeigentümer Dr. Hans-Friedrich Finck.

Standortgemeinde Bosau profitiert finanziell

Mit der Errichtung des Solarparks zielen die Gesellschafter nicht nur darauf ab, die CO2-Bilanz in der Region nachhaltig zu verbessern. Vielmehr streben sie auch an, mit einer freiwilligen Abgabe von 0,2 Cent pro KWh (circa 30 000 Euro pro Jahr) die Standortgemeinde Bosau zu unterstützen.

Pressemitteilung SWE GmbH

Der Zweckverband Ostholstein zum Beispiel betreibt im Süsel einen eigenen Solarpark (Foto). Jetzt wollen auch die Stadtwerke Eutin in Liensfeld „grüne Energie“ in der Region für die Region produzieren. (Foto: Susanne Peyronnet)

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