Ostholstein: Schwangerenberatungsstellen unterstützen Schwangere, werdende Väter und Familien

Beratung

In Zeiten, in denen Schulen und Kindergärten geschlossen sind, waren Mütter und Väter mit allen Erziehungsaufgaben der Kinder auf sich allein angewiesen. Oma und Opa zum Beispiel waren als Entlastung wegfallen, weil sie zu den besonders durch Corona gefährdeten Personen gehören. Homeschooling und die anschließende Freizeitgestaltung für die Kinder ohne Sport- und Freizeitstätten legten und legen „die Nerven blank“. In den Beratungsstellen für Schwangere und Familienplanung war die Verzweiflung spürbar.

Die vier Ostholsteiner Beratungsstellen legen Flyer vor

Die Überlastung der Familien wurde an der veränderten Beratung deutlich, wo häufig Symptome des Burnouts von den Müttern beschrieben wurden, wie völlige Erschöpfung und das Gefühl, keine Zeit für sich selbst zu haben. Bei ihrem Treffen beim Sozialdienst katholischer Frauen in Eutin stellten die vier Schwangerenberatungsstellen in Ostholstein jetzt ihren neuen Flyer vor und tauschten sich über weitere Möglichkeiten der Hilfen aus.

Psychosozialer Beratung und Hilfe bei der Bürokratie

Träger der vier Schwangerenberatungsstellen in Ostholstein sind die Arbeiterwohlfahrt, der Sozialdienst katholischer Frauen, der Frauennotruf sowie der Kreis Ostholstein. Sie begleiten Frauen und Familien nicht nur in Corona-Zeiten mit psychosozialer Beratung. Für schwangere Frauen gibt es in Krisensituationen die Möglichkeit, Anträge auf Zuschüsse zu stellen, um erste finanzielle Belastungen, wie Schwangerenbekleidung, Erstausstattung, Einrichtung für das Kind, bei Umzug, Betreuung des Kindes und weitere Hilfen, entsprechend der Notlage zu erhalten. Dies wurde besonders aufgrund der Corona-bedingten Kurzarbeit unter anderem im Gastronomiebereich gerne in Anspruch genommen. Die Beraterinnen helfen bei der Antragsstellung und bieten Unterstützung auch in schwierigen Lebenslagen. Häufig werden auch Fragen rund um Mutterschaftsgeld und -schutz sowie Elterngeld und Elternzeit angesprochen.

Kostenübernahme von verordneten Verhütungsmitteln

Die Kostenübernahme von ärztlich verordneten Verhütungsmitteln bzw. -methoden ist ein weiteres Angebot, das Männer und Frauen entlasten soll, die staatliche Leistungen für den Lebensunterhalt erhalten. Die vier Schwangerenberatungsstellen sind für die Entgegennahme der Anträge und Ausstellung der Kostenübernahmeerklärung zuständig. Betroffene werden beraten und bei der Antragstellung unterstützt.

Der kurze Draht zu den vier Beratungsstellen

Kontakt gibt es zur AWO-Beratungsstelle mit Sylvia Labod unter Telefon 04521 702115, zur Frauenberatung und Notruf Ostholstein mit Lisa Petersen-Jungk unter Telefon 04561 9197, zum Sozialdienst katholischer Frauen mit Kerstin Wienberg, Karin Gernhöfer und Claudia Gräflich unter Telefon 04521 78108 sowie zur Beratungsstelle für Familienplanung und Schwangerschaftskonflikte des Kreises Ostholstein mit Dörte Meyer unter Telefon 04521 788314.

Pressemitteilung Kreis OH

Die Mitarbeiterinnen der Schwangerenberatungsstellen (von links): Kerstin Wienberg, Lisa Petersen-Jungk, ganz neu dabei Sylvia Labod, Dörte Meyer und Karin Gernhöfer. (Foto: hfr)

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