Verkehrsversuch: Fackenburger Allee in Lübeck wird einspurig

Fackenburger Allee Lübeck einspurig

Die Fackenburger Allee und die Krempelsdorfer Allee in Lübeck werden einspurig. Mit dem Verkehrsversuch will die Hansestadt Lübeck Radfahrern und Fußgängern mehr Platz einräumen. Außerdem soll die Aufenthaltsqualität in den Straßen steigen.

Rechte Fahrstreifen werden zu Spuren für Fahrräder und Busse

Bislang sind beide Straßen zweispurig befahrbar. Doch das soll sich im Mai ändern. Denn dann werden die rechten Fahrstreifen in beide Richtungen zu Spuren, die ausschließlich Fahrradfahrer und Busse nutzen dürfen. Zudem entfallen die Parkstreifen. Auf ihnen soll ein Grünstreifen entstehen. 

Das Linksabbiegen ist verboten

Damit der Verkehr besser fließen kann, wird außerdem das Linksabbiegen untersagt. Das soll Rückstaus verhindern. Linksabbiegen ist dann nur noch an Stellen gestattet, an denen Ampel das Abbiegen regeln. Aus den vorhandenen Radwegen werden Gehwege. Ladezonen soll es nur noch zu bestimmten Zeiten geben. Das Parken ist nur noch nachts erlaubt.

Verkehrsversuch gilt zunächst für ein halbes Jahr

Die neue Regelung soll im Mai beginnen und zunächst für ein halbes Jahr gelten. Der Verkehrsversuch erstreckt sich von der Friedshofsallee bis zur Bahnhofsbrücke. Der Verkehrsraum soll damit neu und fairer verteilt werden. Außerdem nennt die Stadt den Klimanotstand und die angestrebte Verkehrswende als Treiber für den Verkehrsversuch. Für die dort Wohnenden soll so mehr Ruhe und Aufenthaltsqualität entstehen.

„Ein großer Schritt“

„Das ist ein großer Schritt für unsere Stadt hin zu einer zukunftsgewandten Mobilität“, erklärt Bausenatorin Joanna Hagen. „Die Neuordnung ist eine Chance, allen Verkehrsteilnehmern einen sicheren und komfortablen Verkehrsraum zu gewähren, Lärm zu mindern und unsere beschlossenen Klimaziele zu erreichen.“

„Fackenburger Allee eignet sich besonders gut“

Umweltsenator Ludger Hinsen ergänzt: „Die Fackenburger Allee eignet sich besonders für einen Versuch, zumal dort die Probleme von der Lärm- über die Umweltbelastung bis hin zum belästigenden und ordnungswidrigen Parken besonders augenfällig sind. Der Versuch wird uns helfen, dauerhafte Lösungen zu entwickeln.“ Alle Planungen sind hier zu finden. Pressemitteilung / Oliver Pries

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7 Antworten auf &‌#8222;Verkehrsversuch: Fackenburger Allee in Lübeck wird einspurig&‌#8220;

  1. Totti sagt:

    Super von den Systemhelden, aber dann bitte auch noch eine zusätzliche Genderspur!

  2. Vincent sagt:

    Super Idee! Autos gehören auf die Autobahn und nicht in die Stadt. Für Kurzstrecken sind Rad und Buss die besten mittel und für Fußgänger wird es auch entspannter. Autos killen einfach die Lebensqualität der Anwohner.

  3. Babs sagt:

    Als Anwohnerin direkt an der Krempelsdorfer Alle mit Bushaltestelle kann ich mir jetzt schon aussuchen,wen oder was ich umfahren könnte:(),wenn ich überhaupt los fahren kann.Ich muss ja vom Grundstück runter um auf die Strasse zu kommen-aber nur rechts herum,um dann in die Innenstadt zu kommen..so wie alle anderen die von der Autobahn oder aus Stodo kommen..#Ironieoff.Wer zu unterschiedlichen Tageszeiten dort lang fährt,weiss wie entzerrend die derzeitige Situation ist.Und das soll jetzt „gebündelt“ (einspurig?!)werden in eine Fahrtrichtung?!?Ich sag das wird nicht gut gehen..und ist an der Praxis vorbei geplant..mein Kind wird dann nicht mehr Fahrradfahren,wenn es eine gemeinsam Busspur geben sollte,an der sich Autoschlangen langquetschen,um rein oder raus aus der Stadt zu kommen..!!Und welcher Lärm??Wir wohnen an einer Hauptverkehrsstrasse!! in der Stadt und nicht auf einem Kuhdorf und spätestens ab 20uhr ist hier weniger Verkehr..Wir werden deswegen nicht weniger mit dem Auto fahren können, eher Umwege oder mehr Zeit aufwenden müssen und der Motor läuft dann auch länger im Staustand.(sorry, ich hab kein e-Auto oder so ein Auto,welches sich abschaltet im Stand;)..Völlig an der Realität vorbei.Um was geht es eigentlich wirklich??Umwelt??Parkplätze oder einem neuen Spielplatz für Planungskasper?

  4. André Meyer sagt:

    Solange die Brücke am Bahnhof nicht vollständig fertig ist, wäre die Einspurigkeit der Fackenburger in dieser Länge eine Katastrophe für Fahrzeuge und Anwohner. Das ist unsinnig!

  5. Marckwardt sagt:

    Wer kommt auf so einen Quatsch? Das wird Stau geben von der Bahnhofsbrücke bis zur Jet Tankstelle und die Busse fahren 18 kmh weil sie nicht an der Radfahrern vorbei kommen.
    Um das zu erkennen müsst ihr das doch kein halbes Jahr testen….

  6. Bernd sagt:

    Wie kommt man den auf so eine Idee.Sieht ja fast so aus, als wenn schon wieder versucht wird die Autos von der Stadt fern zu halten.Ich ahne schon, dass sich die Autos richtig aufstauen und wieder kostenlose Kurzzeitparkplätze weck.Dort konnte man gut mal sein Auto abstellen und zb. was an den Lindenarkaden erledigen ohne die Stadt zu finanzieren.Ihr wollt uns unbedingt in Bus und Bahn bringen.Zu meinem Glück muß ich die Stadt nicht so oft aufsuchen und es wird bestimmt noch weniger.

  7. Dirk Schulz sagt:

    Was erlaubt sich eigentlich die Bauverwaltung noch alles…. da müssen autohassende Planer sitzen, deren Ziel eine Vergrämung und Behinderung des Autoverkehrs ist, da werden die Fakten (Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge) einfach ignoriert…. Man muss erstmal Alternativen für das Auto schaffen, gerade im Herbst/Winter ist eben ein Fahrrad kein adäquates Verkehrsmittel, vielleicht können die Planer ja auch dem Wetter Vorschriften machen…

    Der Verkehr in Lübeck ist eh schon eine Katastrophe, Baustellen werden eingerichtet ohne das etwas passiert, Projekte allenfalls verzögert und zaghaft umgesetzt, damit man schön viel Schaden anrichten kann.

    Für mich gehört das Gebahren der Verwaltung mal untersucht… und es stellt auch so langsam eine Nötigung dar…

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