Farbenfroher Look für graue Kästen: Schleswig-Holstein Netz setzt im Kreis Ostholstein auf Graffiti-Kunst

SH Netz

Jeder kennt sie, die kompakten grau-grünen Kästen, die oft am Eingang von Wohngebieten stehen. Die Rede ist von Ortsnetzstationen und Gasdruckregelanlagen. Ihre Aufgabe: Strom und Gas von höheren Spannungs- und Druckebenen für den Haushalt gebräuchlich herunterregeln. Viele von ihnen sind jetzt optisch zu echten Hinguckern geworden – dank Graffiti-Kunst.

30 Stationen im Kreis mit Graffiti vom Profi verschönert

Seit mehr als einem Jahrzehnt lassen Netzbetreiber im ganzen Land ihre Stationen künstlerisch gestalten. So werden aus tristen Betonblöcken stylische 3D-Gemälde. Seit 2009 ist auch Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) mit dabei. Mehr als 700 Strom- und Gas-Stationen hat der Netzbetreiber seitdem landesweit gestalten lassen. Im Kreis Ostholstein hat SH Netz bereits 30 Stationen in ein neues Gewand gehüllt – unter anderem in Altenkrempe, Malente, Ratekau, Bad Schwartau und Ahrensbök.

Malaktionen sind mit den Kommunen abgesprochen

Für die Gestaltung der meisten Stationen sind professionelle Graffiti-Künstler beauftragt worden. Aber ohne die Kommunen als Partner der Aktion geht es nicht. „Die Gestaltung der Motive ist optisch an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und wird im Vorfeld mit den Gemeinden vor Ort abgestimmt“, sagt Kommunalmanager Dirk Lucht von SH Netz. Die Kunstwerke zeigen meist regionale Besonderheiten, Flora und Fauna oder technische Objekte, teilweise in fotoähnlicher Qualität.

Was sind Ortsnetzstationen?
Ortsnetzstationen sind kompakte, etwa garagengroße Blöcke, die Strom aus dem Mittelspannungsnetz von 10 bis 36 kV auf für den Endverbraucher nutzbare 400 beziehungsweise 230 Volt umwandelt. Unspektakulär, weil funktional fristen die grau-grünen Kästen ihr Dasein. „SH-Netz.Art“ verleiht Ortsnetzstationen neben ihrem funktionalen nun auch einen künstlerischen Mehrwert.

Neugestaltung ruft Begeisterung hervor

„Die Neugestaltung der Stationen ruft bei den Anwohnern große Begeisterung hervor“, bestätigt Mirko Sadowski, Leiter des Technik-Standortes von SH Netz in Pönitz. Neben professionellen Aufträgen sind in den vergangenen Jahren aber auch soziale Kooperationen zur Stationsgestaltung entstanden. „So melden sich regelmäßig Kindergärten und Schulen bei uns, die im Rahmen besonderer Aktionen unsere Kästen gestalten möchten“, erläutert Lucht.

Die Graffiti-Entstehung im Zeitraffer

Die Profis schaffen etwa zwei bis drei Anlagen pro Tag. Dafür muss es trocken sein und wärmer als 5 Grad Celsius. Sonst fliegt die Farbe nicht richtig. In der kalten Jahreszeit werden die Spraydosen jetzt in die Ecke gestellt. Im Frühjahr gehen die Kreativstationen dann in die nächste Runde. Etwa 60 bis 80 weitere sollen im Jahr 2022 in neuem Glanz erstrahlen. Wie viel Arbeit in einer Verschönerungsaktion steckt, zeigt die Gestaltung einer Schaltanlage in Kellinghusen in Zeitraffer, zu finden online auf www.sh-netz.com/videothek.

Pressemitteilung SH Netz

Das Foto zeigt die Ortsnetzstation in der Neversfelder Straße in Malente. An ihr haben sich die Graffiti-Künstler 2017 kreativ ausgelassen. (Foto: Kobus)

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