Marli bekommt eine neue Kirchengemeinde

Die drei evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Auferstehung, St. Philippus und St. Thomas fusionieren und bekommen einen neuen Namen.

Zum Jahreswechsel fusionieren in Lübecks Osten die drei Kirchengemeinden Auferstehung, St. Philippus und St. Thomas

In Lübecks Osten kündigt sich zum Jahreswechsel etwas Großes an: Die drei evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Auferstehung, St. Philippus und St. Thomas fusionieren und bekommen einen neuen Namen. Ab 1. Januar 2022 gibt es die neue Kirchengemeinde Marli-Brandenbaum.

Lange wurde in den drei Gemeinden alles vorbereitet, in internen Gremien die notwendigen Schritte eingeleitet. Jetzt geht es auf die Zielgerade. „ Der 1. Januar wird für uns alle ein ganz besonderer Tag sein – und um ganz ehrlich zu sein: Es geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Hagen Sommerfeldt. Bislang war er als Vorsitzender im Kirchengemeinderat von St. Thomas, künftig engagiert sich der Lübecker in der neuen Kirchengemeinde MarliBrandenbaum. Er spricht von einem neuen Funken, der mit dem Zusammenschluss entflammt werde – für das gemeinschaftliche Leben in dem Stadtteil. Auch Pastor Arne Kutsche, bislang Pastor in der Auferstehungsgemeinde, spricht von einem Aufbruch für das christliche Leben in Marli-Brandenbaum. „Wir stellen uns für die Zukunft auf – und diese Fusion ist ein richtig guter Schritt“, betont der Theologe. Tatsächlich gebe es nur sehr wenig Skeptiker des Zusammenschlusses. „Die Mehrheit der Menschen sieht die gravierenden Vorteile, die mit der Fusion verbunden sind“, bekräftigt Kutsche.

Gemeinsam neue Impulse für die Kirchengemeinde setzen

Was den Menschen in Marli-Brandenbaum lieb und wertvoll war, das bleibt nicht nur erhalten. Mehr noch: „Wir möchten in diesen Bereichen noch wachsen, und wir wollen dort neue Impulse setzen, wo es bislang nicht möglich war“, beschreibt es Hagen Sommerfeldt. „Wir stellen uns ein großes Tauffest an und in der Wakenitz vor“, führt Pastorin Luise Stribrny de Estrada, bisher Pastorin in St. Philippus, den Gedanken weiter. „Das können wir zu dritt auf die Beine stellen, während das Projekt für eine Gemeinde allein zu groß wäre.“ Hagen Sommerfeldt ergänzt: „Die neue Gemeinschaft gibt Kraft und ermutigt zu Veränderungen.“ Und: „Manchmal fühlt es sich zunächst vielleicht merkwürdig an, bevor sich das Gefühl einstellt: Hey, da ist etwas richtig Gutes entstanden“, bekräftigt Kutsche. „Keimzelle“ des kirchlichen Lebens auf Marli war in den Nachkriegsjahren St. Thomas – „die Marli-Gemeinde“. Der Stadtteil wuchs allerdings rasant und mit der Erschließung immer neuer Wohngebiete auch die Zahl der Gemeindeglieder von St. Thomas. 1956 wurde deshalb die Kirchengemeinde St. Philippus gegründet, sechs Jahre später die Auferstehungs-Gemeinde. Mit dem Zusammenschluss zum neuen Jahr will sich die neue Kirchengemeinde, die rund 8000 Gemeindeglieder zählt, auf ihre Ursprünge besinnen. „Wir wollen auch in Zukunft eine lebendige Kirche im Stadtteil und für den Stadtteil sein und bleiben“, verspricht Pastor Arne Kutsche auch im Namen seiner drei Pastoren-Kolleg:innen. „Und wir sind gespannt auf die Veränderungen im Stadtteil, wenn das neue Wohngebiet Lauerhofer Feld entsteht“, ergänzt Pastorin Luise Stribrny de Estrada. Allein der Name für die neue Internetseite ist unmissverständlich, was die neue Gemeinde sein möchte: www.kirche-auf-marli.de

„Wir wollen neue Impulse setzen“: Pastor Arne Kutsche (v. l.), Pastorin Luise Stribrny de Estrada und Hagen Sommerfeldt, Kirchengemeinderats-Vorstand von St. Thomas, freuen sich auf die neue Kirchengemeinde Marli-Brandenbaum. Foto: KKLL-bm

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