Krumbecker Hof: Anteile beim solidarischen Cow-Sharing

Das Cow-Sharing bietet die Möglichkeit Anteile zu erwerben und dadurch monatlich ökologisches Rindfleisch zu erhalten.

Naturnahe Aufzucht von Aubrac-Rindern für bestes Fleisch

Die Vorstellung von Kühen auf der Weide mit Hörnern, die ihre Kälber bei sich haben, und einem Bauern, der sie alle mit Namen kennt, diese Vorstellung wird tatsächlich noch gelebt. Auf dem Krumbecker Hof in Obernwohlde dürfen die Kälber das ganze erste Lebensjahr bei ihren Mütter bleiben.

Die Rinderherde ist in den Sommermonaten auf den Moorwiesen des Stiftungsgutes der Stiftung Heilig-Geist-Hospital in Lübeck zu finden und kommt erst in den Wintermonaten in einen offenen und großzügigen Stall, wo sie auf Stroh stehen dürfen und die Mutterkühe nach und nach ihre Kälber gebären. Leonard Güldenpfennig, der auf dem Hof für die Mutterkuhherde verantwortlich zeichnet, kennt sie alle mit Namen. Gerade streichelt er Foxy, die als zweijährige im kommenden Jahr als Mutterkuh die Herde ergänzen wird.

Cow-Sharing für ökologisches Rindfleisch

Sein Chef Gerhard Moser führt den Krumbecker Hof seit 1991 als Pächter und führte die biologische Landwirtschaft ein, zunächst als Naturlandhof, ab 2004 unter Demeter Richtlinien. Vor zwei Jahren startete dann das Solidarische Cow-Sharing. Der Direktverkauf wurde zu aufwändig. Gleichzeitig ist die Vermarktung über Großhändler zu anonym und bietet zu geringe Wertschätzung für Tiere und Arbeit.

Das Cow-Sharing bietet die Möglichkeit Anteile zu erwerben und dadurch monatlich ökologisches Rindfleisch zu erhalten. Mit ihrem monatlichen Geldbeitrag kommen die Teilhaber für alle Kosten der Tierhaltung auf. Im kommenden Jahr stehen zehn Tiere zur Schlachtung an. Sie werden bei Christopher Fritze in Kalübbe nach und nach geschlachtet, zerlegt, portioniert, vakuumiert und etikettiert. Außer in den Sommermonaten können dann monatlich die Anteile auf dem Krumbecker Hof abgeholt werden.

Gesunde Rinderhaltung und gute Arbeitsbedinungen

Mit ihrem Anteil sichern die Teilhaber nicht nur faire Löhne für die Landwirte und Mitarbeiter sowie Planungssicherheit für ein Jahr. Gleichzeitig ist es auch gut für die Tiere und die Umwelt. Die Rinder wachsen artgerecht auf ohne Antibiotika oder sonstige Masthilfsmittel und ohne Soja aus Südamerika. Der Rindermist sorgt für eine gesunden Bodenaufbau und Humusbildung und die Moorwiesen, die nicht für Getreideanbau geeignet sind, werden ökologisch sinnvoll genutzt und dienen weiterhin als CO2-Speicher.

Und der Anteilseigner weiß, dass das Fleisch auf seinem Teller aus seiner Region und aus einer artgerechten Tierhaltung stammt. Wer sich davon gern selbst überzeugen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen auf dem Krumbecker Hof zu einem Besuch auf der Weide und im Winterstall. Anja Hötzsch

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