Tonnenkontrollen zeigen Erfolg: Etappensieg gegen Störstoffe im Bioabfall

Bioabfall

Durch Aufklärung und Beratung, den Einsatz der Papiertüte für die Sammlung in der Küche und durch Tonnenkontrollen reduzierte sich die Anzahl der Bioabfallbehälter mit Störstoffen in Ostholstein auf 14 Prozent. „Unser Fazit: Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Tonnenberatung zeigen eine positive Wirkung“, teilt der Zweckverband Ostholstein (ZVO) mit.

Stichprobenkontrollen vor Ort durchgeführt

Es gibt viel zu viele Störstoffe im Bioabfall im Kreisgebiet. Zu diesem Schluss kam der Zweckverband Anfang des Jahres. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat der Zweckverband im Zeitraum vom April bis Oktober Tonnenberatungen mit Stichprobenkontrollen vor Ort durchgeführt. Ziel der Aktionen war die Sensibilisierung der Bürger für das Thema Plastik und Bioplastik im Bioabfall sowie die Überprüfung der Wirksamkeit der einzelnen Aktionen.

Verbesserung der Bioabfall-Qualität erzielt

Der Anteil der Tonnen mit Verunreinigungen sank auf 14 Prozent. Nach Einschätzung der Betreiber der Kompostierungsanlage fiel die Verbesserung der Bioabfall-Qualität höher aus. „Wir konnten im und nach dem Aktionszeitraum im September einen Rückgang der Störstoffe im angelieferten Bioabfall von etwa 30 Prozent beobachten“, erklärt Axel Guttmann, Geschäftsführer der Gollan Recycling GmbH. Ein Teil des Bioabfalls des Zweckverbandes wird in der Kompostierungsanlage der Firma Gollan zu Kompost verarbeitet. Das unerwünschte Plastik und andere Störstoffe stören die Produktion von Biokompost. Dieser Kompost aus Bioabfall ist ein wichtiger Einsatzstoff, um neue Lebensmittel zu erzeugen und auf chemische Düngemittel zu verzichten.

Die Kontrollen im Oktober haben Wirkung gehabt

Der ZVO sieht nun eine deutliche Qualitätssteigerung des ostholsteinischen Bioabfalls, der über die Biotonne gesammelt wird: In den letzten Wochen ist bei den Bürgern ein noch stärkeres Bewusstsein für die Wichtigkeit von sauberem Bioabfall gewachsen. Viele haben ihren Bioabfall auch schon vor den Kontrollen gut getrennt, es gab dennoch einige Regionen, in denen ein deutliches Verbesserungspotenzial bestand. Im Oktober – nach den Tonnenberatungen –, gab es einen sehr positiven Trend und deutlich mehr Biotonnen waren frei von Störstoffen. In den Aktionsgebieten gab es einen deutlich stärkeren Rückgang verunreinigter Tonnen.

ZVO will Offensive zur Steigerung der Bioabfall-Qualität fortsetzen

Der ZVO wertet das als positives Zeichen und möchte an den Tonnenberatungen festhalten. Im nächsten Jahr soll die Offensive zur Steigerung der Bioabfall-Qualität fortgesetzt werden. Der Fokus soll entsprechend der untersuchten Aktionsgebiete auf touristisch geprägten Orten und Orten mit einer hohen Einwohnerdichte liegen. Der Zweckverband wird in diesen Bereichen die wirksamsten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit anwenden und die Art der systematischen Tonnenberatung weiter optimieren. Bis dahin werden die Behälter im gesamten Gebiet fortlaufend über die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Leerung überprüft und bei Fehlbefüllung nicht geleert. Wie die Bioabfallsammlung im Haushalt richtig funktioniert, kann jedermann im Internet auf www.wirfuerbio.de/zvo nachlesen.

Pressemitteilung ZVO

Die Verantwortlichen beim Zweckverband Ostholstein ziehen eine positive Bilanz der Anti-Störstoff-Aktion. (Foto: hfr)

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