Neue Pläne für das LMK-Gebäude: Im Kaufhaus sollen 40 Wohnungen entstehen

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In rund anderthalb Jahren steht in der Eutiner Innenstadt das nächste Großprojekt an. Das Stammhaus des ehemaligen LMK-Kaufhauses in der Peterstraße soll abgerissen werden. Ebenso verschwinden die Nachbarhäuser Nummer 24 und 26. Lediglich ihre Fassaden bleiben erhalten. Auf dem Areal wollen Eigentümer Thomas Menke und Investor Mike Hemmerich aus Rendsburg das LMK-City-Quartier umbauen und erweitern. In dem Komplex entstehen dann circa 40 Wohnungen. Das Erdgeschoss ist weiter für den Einzelhandel reserviert.

Ab Ostern 2023 könnte der Teilabriss beginnen

Um Ostern 2023, so schätzt die zuständige Fachdienstleiterin Susanne Stange aus dem Eutiner Bauamt, könne der Abbruch der Gebäude beginnen. „Das Kaufhaus ist in vier Abschnitten gebaut worden. Das Ursprungshaus in der Peterstraße ist nicht mehr erhaltensfähig“, sagte der beauftragte Architekt Hayung Köhler. Der vierte Bauabschnitt am Stadtgraben sei der solideste.

„Wir wollen das Wohnen in die Stadt zurückholen.“

Dort ist geplant, ab dem dritten Obergeschoss weitere Etagen aufzusatteln. „Das ermöglicht es uns, mehr Penthouse-Wohnungen zu bauen.“ Die insgesamt circa 40 Wohnungen sollen alle mit Balkon oder Dachterrasse entstehen. Investor Mike Hemmerich versprach zudem, CO2-neutral zu bauen. „Wir wollen das Wohnen in die Stadt zurückholen. Wohnungen bedeuten Kaufkraft. Die Leute werden in der Stadt einkaufen“, so Hemmerich.

Erdgeschoss bleibt auch künftig Einzelhandel vorbehalten

Wohnungen sind ab dem ersten Obergeschoss vorgesehen. „Das Erdgeschoss wird nach wie vor für den Einzelhandel in kleinteiliger gewerblicher Nutzung zur Verfügung stehen“, kündigte Köhler an. Außerdem haben die Planer in das neue Konzept auch die Gebäude Peterstraße 24 und 26 aufgenommen. Schließlich sind beide Immobilien im Eigentum von Thomas Menke. Beide Häuser sind im rückwärtigen Bereich baufällig. Aber ihre denkmalgeschützten Fassaden bleiben erhalten.

Ganz neues Erscheinungsbild in der Peterstraße

Der Neubau in der Peterstraße soll nach Vorstellung des Architekten Elemente der früheren klassizistischen Fassade wieder aufnehmen. Sie soll ein ganz neues Erscheinungsbild bekommen. Eine gravierende Änderung ist auch für die Passage von der Peterstraße zum Stadtgraben geplant. Der Durchgang wird erhöht und großzügiger gestaltet. Übrigens benötigt Menke für die Wohnungen und Geschäfte im neuen LMK-City-Quartier eine Vielzahl an Parkplätzen. Deshalb ist beabsichtigt, dafür auf der Fläche zwischen Mühlenberg und der Albert-Mahlstedt-Straße ein zweigeschossiges Parkdeck zu errichten.

Ulrike Benthien/LN

Die Visualisierung oben zeigt den Blick vom Stadtgraben aus auf das zukünftige LMK-City-Quartier. (Grafik: Köhler Architekturbüro)

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Die Gebäudefront des ehemaligen LMK-Kaufhauses in der Peterstraße erhält ein ganz neues Gesicht. (Foto: Graap)
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Eine Antwort auf „Neue Pläne für das LMK-Gebäude: Im Kaufhaus sollen 40 Wohnungen entstehen“

  1. S. G. Hell sagt:

    Geplante Großstadtbauten in Eutin mögen ganz sicherlich ihre Berechtigung haben, aber nicht, wenn dabei gleichzeitig Verkaufsflächen für den Handel in der City größtenteils eingespart werden. Was nützen letztlich eine Reihe von komfortablen Wohnungen, wenn es nicht genügend Einkaufsmöglichkeiten gibt?

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