Haus stark verkabelt – Kampfmittelräumdienst rückt an

Kücknitz Alarmanlage Kampfmittelräumdienst

Weil er sich selbst eine Alarmanlage bauen wollte, hat ein Mann aus Kücknitz den Einsatz des Kampfmittelräumdienstes provoziert. Denn die Feuerwehr fand ein stark verkabeltes Haus vor. Nachbarn mussten evakuiert, der Strom abgeschaltet werden. 

Befürchtung um Bekannten in Kücknitz

Am Sonntag, 5. Dezember, gegen 11.20 Uhr meldete sich eine 49-jährige Frau beim Notruf der Polizei. Sie befürchtete, ihr Bekannter könne hilflos in seinem Haus im Westpreußenring liegen. Denn der Bekannte öffnete seine Haustür nicht, obwohl die Frau mit ihm verabredet war. 

Feuerwehr kommt nicht ins Haus

Ein Rettungswagen und die Feuerwehr wurden entsandt, sich Zugang zum Reihenmittelhaus des Bekannten zu verschaffen und notfalls medizinische Hilfe zu leisten. Die Berufsfeuerwehr Lübeck konnte zunächst nicht in den Wohnbereich eindringen, weil alle Zugänge zum Haus außergewöhnlich gut gesichert waren.

Diverse Kabel im Haus – Sinn unklar

Durch eine eingeschlagene Fensterscheibe gelang der Zutritt in die Küche. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelangten von der Küche in den Flur des Gebäudes und stellten dort diverse Kabel fest, deren Herkunft, Art und Sinn nicht erkennbar war. Kabel führten auch zu einem dort abgestellten Kühlschrank. Die Feuerwehr zog sich aus dem Haus zurück, weil sie den Zweck der Elektroinstallation nicht einschätzen konnten.

Evakuierung der Nachbarn

Gegen 12.30 Uhr sorgten Beamte der Polizeistation Kücknitz für die Räumung der angrenzenden vier Reihenhäuser. Die Stadtwerke wurden aufgefordert das Reihenhaus stromlos zu schalten und der Kampfmittelräumdienst aus Felde (ehemals Großnordsee) angefordert.

Kampfmittelräumdienst findet nichts Gefährliches

Um 13.25 Uhr war der Strom abgeschaltet. Um 13.45 Uhr nahm der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit am Einsatzort auf, fand in dem Haus aber keine gefährlichen Vorrichtungen und auch der Bewohner wurde nicht angetroffen. Bei der Verkabelung im Haus handelte es sich um eine noch nicht fertiggestellte, vom Bewohner selbst entwickelte Schutzeinrichtung für das Gebäude. Um 15.25 Uhr war der Großeinsatz beendet.

Als die Hinweisgeberin zurück zu ihrer Wohnung kam, wartete dort ihr Bekannter. Es gab wohl ein Missverständnis über den Ort des vereinbarten Treffens. Pressemitteilung Polizei

Teile diesen Beitrag!

Eine Antwort auf „Haus stark verkabelt – Kampfmittelräumdienst rückt an“

  1. Mann sagt:

    Und worin bestand denn jetzt eigentlich die „Provokation“ des Mannes, der sich wohl offensichtlich um seine eigene Sicherheit sorgte?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.