Illegal? Polizei beendet Impfaktion am Flughafen Lübeck

Impfaktion Flughafen Lübeck

Die Polizei und der Ordnungsdienst haben eine möglicherweise illegale Impfaktion am Flughafen Lübeck gestoppt. Am Sonnabend wollten sich mehrere 100 Menschen mit einem offenbar nicht zugelassenen Impfstoff impfen lassen.

Verdacht richtet sich gegen vier Männer

Am Sonnabend, 27. November, standen laut Polizei rund 80 Personen vor dem Flughafengebäude in Lübeck. Sie wollten sich mit einem offenbar nicht zugelassenen Impfstoff vor dem Corona-Virus schützen. Der Verdacht, die Impfaktion organisiert zu haben, richtet sich nach dem jetzigen Stand gegen vier Männer im Alter von 81, 80, 74 und 61 Jahren mit Wohnsitzen im Kreis Segeberg und Herzogtum Lauenburg, erklärt die Polizei.

Polizei stellt Spritzen sicher und nimmt Personalien auf

Auch in der Abfertigungshalle des Flughafens hätten sich 150 Menschen befunden, so die Polizei. Die Impfungen seien in einem speziell dafür hergerichteten Büroraum des Flughafens Lübeck erfolgt. Offenbar sei der Impfstoff aber nicht zugelassen gewesen, erklärt die Polizei. Deswegen hätten die Beamten Impfproben, Spritzen und Impflisten sichergestellt. Außerdem sei die Impfaktion beendet worden. Von einigen der Impfwilligen seien auch die Personalien aufgenommen worden, heißt es. 

Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz?

Sollte sich herausstellen, dass der genutzte Impfstoff nicht zugelassen war, müssen sich die Verantwortlichen verantworten. Denn das Verabreichen eines solchen Impfstoffes stellt laut Arzneimittelgesetz eine Straftat dar. Oliver Pries

Foto: Holger Kröger

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